. .

Pressemitteilung 45/2014

19.02.2014 - 45/2014
Niederbayern / Bauwesen
10,5 Millionen Euro für den Wohnungsbau in Niederbayern und 5 Millionen Euro, um Gebäude zu modernisieren

Wohnraumförderung

10,5 Millionen Euro stellt der Freistaat Bayern 2014 als zinsgünstige, staatliche Darlehen bereit, damit in Niederbayern bezahlbarer Wohnraum neu geschaffen werden kann. Das Fördervolumen ist damit gegenüber den Vorjahren um ca. zwei Millionen Euro deutlich gestiegen.

Die Regierung von Niederbayern bewilligte im vergangenen Jahr drei Millionen Euro an zinsverbilligten Darlehen für den Bau von zwei Mehrfamilienhäusern. In Vilshofen und Vilsbiburg entstehen nun 28 barrierefreie und energieeffiziente Mietwohnungen für einkommensschwächere Haushalte. Angesichts des Bevölkerungswachstums in Teilen Niederbayerns und dem Trend zu immer mehr und immer kleineren Haushalten scheint dies allerdings nicht viel. Dabei haben sich die Förderkonditionen für Bauherren in den vergangenen beiden Jahren deutlich verbessert.

Der Schwerpunkt der Wohnraumförderung lag auch 2013 wieder bei Eigenheimen wenn auch mit abnehmender Tendenz: 5,2 Millionen Euro an zinsgünstigen Darlehen für Eigenheime. Über hundert vor allem junge Familien erfüllten sich mit Hilfe staatlicher Unterstützung den Traum von den eigenen vier Wänden. Knapp die Hälfte davon kaufte sich im vergangenen Jahr ein bereits bestehendes Haus. Aus ökonomischen und ökologischen Gründen ist dies durchaus sinnvoll: Gebrauchte Immobilien sind auch in guter Lage meist kostengünstiger als vergleichbare Neubauten und es werden keine neuen Flächen versiegelt.

Bayerisches Modernisierungsprogramm

Knapp 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Bayern werden für Heizung und Warmwasser benötigt. Gebäude energetisch zu sanieren, ist deshalb ein wesentlicher Beitrag zu Energiewende und Klimaschutz. Im vergangenen Jahr flossen mehr als sieben Millionen Euro in die Modernisierung von 108 niederbayerischen Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern. Besonders günstig sind die Förderkonditionen dabei für Vorhaben, die Energie einsparen, wie eine neue Heizung, neue Fenster, oder Dach- und Fassadendämmung. Mit dem Bayerischen Modernisierungsprogramm können aber auch Verbesserungen des Wohnkomforts und ein altersgerechter Umbau gefördert werden, beispielsweise der Bau von Balkonen, eines Aufzugs oder die Schaffung barrierefreier Bäder. 2014 sind in Niederbayern dafür Darlehen in Höhe von 5 Millionen Euro vorgesehen bei Bedarf kann diese Summe auch aufgestockt werden.

Für Bauherren und Käufer gilt grundsätzlich: Alle Fördermittel müssen vor dem Baubeginn bzw. Kaufvertragsabschluss beantragt und bewilligt sein. Ansprechpartner für Förderungen von Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern ist die Regierung von Niederbayern, Telefon 0871/808-1423. Informationen über Zuschüsse für das Eigenheim geben die Landratsämter und die Kreisfreien Städte. Weitere Informationen im Internet http://www.wohnen.bayern.de

Bauprojekte aus den Landkreisen, die mit Hilfe der Wohnraumförderung unterstützt wurden:

Landkreis Deggendorf: Stadtbau GmbH Deggendorf modernisierte Mehrfamilienhaus in Deggendorf

Pm14045 1Deggendorf am Waffenhammer 39:
Hausfassade mit neuen Balkonen.
Foto: Regierung von Niederbayern

Die Stadtbau GmbH Deggendorf modernisierte in dem Mehrfamilienwohnhaus am Waffenhammer 39 in Deggendorf acht Wohnungen mit Gesamtinvestitionskosten von 0,8 Millionen Euro. Das Gebäude ist nun komplett wärmegedämmt und hat eine Zentralheizung, die mit Biomasse heizt. Das Projekt wurde mit einem Modernisierungsdarlehen von 0,5 Millionen Euro gefördert.


Landkreis Kelheim: Bau- und Siedlungsgenossenschaft Kelheim eG sanierte zwei Häuser aus den 50er Jahren in Kelheim

Pm14045 2Modernisiertes Wohngebäude an der
Gerhart-Hauptmann-Straße 9/11 in Kelheim.
Foto: Regierung von Niederbayern

Die Bau- und Siedlungsgenossenschaft Kelheim eG sanierte im vergangenen Jahr wieder zwei Häuser mit insgesamt 20 Wohnungen an der Gerhart-Hauptmann-Straße 9/11. Beide Häuser haben nun gedämmte Außenwände, neue Fenster, neue Elektroinstallationen und neue Bäder. Außerdem wurde die Heizung auf Fernwärme umgestellt und die Wohnungen erhielten neue Balkone. Die Gesamtinvestitionen für beide Häuser beliefen sich auf rund 1,16 Millionen Euro.

 

Pm14045 3Gartenseite: Modernisiertes Wohngebäude an
der Gerhart-Hauptmann-Straße 13/15 in
Kelheim. Foto: Regierung von Niederbayern

In diesem Jahr will die Baugenossenschaft die letzten beiden Häuser an der Gerhart-Hauptmann-Straße (17/19 und 21/23) sanieren. Damit kann dann die Sanierung in dem Gebiet zwischen Sudetenstraße und Gerhart-Hauptmann-Straße abgeschlossen werden.

 

Landkreis Landshut: Neubau von 33 Wohnungen in Vilsbiburg

Pm14045 4Baustelle: 33 neue Wohnungen entstehen
an der Karlsbader Straße in Vilsbiburg.
Foto: Baugenossenschaft Vilsbiburg

Die Baugenossenschaft eG Vilsbiburg baut zurzeit an der Karlsbader Straße in Vilsbiburg 33 Mietwohnungen. Die Regierung von Niederbayern bewilligte für 16 davon ein staatliches Baudarlehen in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 5,1 Millionen Euro.

Auf dem vorhandenen Grundstück wurden drei alte Gebäude abgerissen, um einen modernen Wohnungsblock mit 33 Wohnungen bauen zu können. Das Gebäude besteht aus vier Geschossen, die über Laubengänge und einen Aufzug miteinander verbunden sind. Die gesamte Wohnanlage ist barrierefrei gestaltet, sodass sie auch gut für gehbehinderte Personen geeignet ist.

 

Landkreis Passau: Neubau von zwölf Wohnungen in Vilshofen

Pm14045 5Die Altbauten in der Pacherstraße in
Vilshofen konnten nicht mehr saniert
werden. Foto: Regierung von Niederbayern

Die Baugenossenschaft Vilshofen eG errichtet in Vilshofen an der Pacherstraße in einem zweiten Bauabschnitt weitere zwölf barrierefreie Wohnungen. Die in die Jahre gekommenen Altbauten waren nicht mehr zu sanieren und wurden abgerissen. Insgesamt entstehen nun zusammen mit dem bereits fertiggestellten ersten Bauabschnitt 30 Neubauwohnungen mit Gesamtinvestitionskosten in Höhe von 4,4 Millionen Euro. Alle barrierefrei gestalteten Wohneinheiten können über einen Aufzug erreicht werden. Mit einem Modernisierungsdarlehen in Höhe von 2,2 Millionen Euro wurde dieses Projekt gefördert.

Pm14045 6Erster Bauabschnitt: An der Pacherstraße in
Vilshofen entstehen zwölf barrierefreie
Wohnungen.
Foto: Regierung von Niederbayern

 


Landkreis Rottal-Inn: Neubau einer Wohnanlage mit fünf Eigentumswohnungen, 16 Mietwohnungen, davon neun gefördert im Markt Triftern

Pm14045 7Neue Wohnanlage an der Kößlarner Straße
im Markt Triftern.
Foto: Regierung von Niederbayern

Die Wohnungsbau GmbH Pfarrkirchen-Simbach am Inn baute im vergangenen Jahr an der Kößlarner Straße in Triftern eine dreigeschossige Wohnanlage mit Gewerbeeinheit in unmittelbarer Nähe des Ortszentrums. In dem Gebäude ist nun eine Sozialstation mit Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss untergebracht und es sind insgesamt 21 Zwei- und Dreizimmerwohnungen für ein bis zwei Personen entstanden; davon sind fünf Eigentumswohnungen, sieben Wohnungen freifinanziert und neun Wohnungen gefördert.

Die Wohnanlage verfügt über einen Aufzug und ist somit barrierefrei und bestens für ältere Mieter geeignet, zudem sind Einkaufsmöglichkeiten und Ärzte in der Nähe.

Die Regierung von Niederbayern bewilligte für die neun Wohnungen ein staatliches Baudarlehen in Höhe von rund 510.000 Euro. Die Gesamtkosten belaufen sich auf ca. 2,3 Millionen Euro.


Landkreis Straubing-Bogen: Modernisierung von zwei Mehrfamilienhäusern in Bogen

Pm14045 8Sanierte Wohngebäude an der Herzog-
Ludwig-Straße in Bogen.
Foto: Regierung von Niederbayern

Die Kreiswohnungsbau GmbH Straubing-Bogen sanierte an der Herzog-Ludwig-Straße in Bogen zwei Wohngebäude aus den 50er Jahren mit einem Investitionsvolumen von 1,5 Millionen Euro und wurde mit einem Darlehen in Höhe von 1,16 Millionen Euro gefördert.



Stadt Passau: Wohnungsgenossenschaft Passau eG modernisiert Wohnhaus aus den 20er Jahren in Passau

Pm14045 914 neue Wohnungen am Schießstattweg
in Passau.
Foto: Wohnungsgenossenschaft Passau

Die Wohnungsgenossenschaft Passau eG modernisiert in dem Mehrfamilienwohnhaus aus dem Jahr 1928 am Schießstattweg 14 Wohnungen mit einem Investitionsvolumen von 1,7 Millionen Euro und wurde mit einem Darlehen in Höhe von 1,3 Millionen Euro gefördert. Außerdem wurde der Dachboden in dem Gebäude ausgebaut – so entstanden zwei zusätzliche neue Wohnungen.