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Pressemitteilung 7/2014

03.01.2014 - 7/2014
Landkreis Rottal-Inn / Städtebau
Erfolgreiche Förderung von Städten und Gemeinden
16,4 Millionen Euro Städtebauförderung für Niederbayern im Jahr 2013

Die Städtebauförderung in Niederbayern kann auf ein erfolgreiches Förderjahr zurückblicken: 16,4 Millionen Euro Städtebaufördermittel haben Bund und Land 2013 für die Städte und Gemeinden in Niederbayern bereitgestellt. Zusammen mit den Mitteln der Kommunen konnten damit Projekte von rund 27 Millionen Euro umgesetzt werden. Diese Investitionen von Staat und Kommunen haben auch in diesem Jahr viele Privatinvestitionen nach sich gezogen. Damit bestätigt sich eindrucksvoll: Jeder vom Staat investierte Euro zieht das sechs bis achtfache an Folgeinvestitionen nach sich. Einmal mehr zeigt sich damit die Städtebauförderung auch als wichtiges Programm zur Förderung der regionalen Wirtschaft.

Der diesjährige Erfolg der Städtebauförderung ist auch deshalb besonders respektabel, weil sie im Zuge der Hochwasserhilfe zusätzlich auch für die Abwicklung des Programms zur Wiederherstellung der Infrastruktur in den Gemeinden verantwortlich war. Dabei musste in kurzer Zeit eine „Flut“ von Anträgen bewältigt werden. 16 Millionen Euro - das entspricht etwa einem Jahreskontingent der Städtebauförderung -  konnten innerhalb weniger Wochen zusätzlich für die betroffenen Kommunen bereitgestellt werden.

Pm14007Mit der Sanierung des Baudenkmals „Alte
Schule“ und dem modernen Erweiterungs-
bau entstand mit Unterstützung der
Städtebauförderung in Wurmannsquick
ein architektonischer Blickfang und un-
verwechselbarer Bürgertreff.
Foto: Arc Architekten Partnerschaft

Ein gelungenes Beispiel im Landkreis Rottal-Inn ist der Umbau und die Erweiterung der Alten Schule in Wurmannsquick zu einem Bürgertreff. Nach Fertigstellung des modernen Erweiterungsbaus im Jahr 2011 sanierten und gestalteten Arc Architekten im Jahr 2013 den leerstehenden und sanierungsbedürftigen Altbau für soziale und kulturelle Zwecke: In den ehemaligen Klassenzimmern des Baudenkmals konnten ergänzend zum modernen Anbau eine barrierefrei erreichbare Bücherei mit Lesecafé, Räume für Bläser und Schützen sowie zwei Multifunktionsräume geschaffen werden. Die historische Sichtziegelfassade mit Kastenfenstern wurde behutsam instand gesetzt, der bauzeitliche Fliesenboden und die hölzerne Treppenanlage gereinigt und aufgefrischt.
Das Büro Lab Brenner gestaltete die Freianlagen um: Eine kleine Streuobstwiese, verschiedene Sitzmöglichkeiten und ein schöner Ausblick auf die Landschaft machen die Freianlagen nun zu einem Ort der Begegnung, aber auch der Ruhe und Erholung. Eine großzügige Terrasse bietet Platz für Feste und lädt zum Verweilen ein. Im Westen bietet eine Fläche aus Mastix (ist eine Asphaltmischung mit Einstreuoberfläche, die ähnlich wirkt, wie eine wassergebundene Fläche) Platz zum Parken. Durch geeignete Belagswahl und den Verzicht der Stellplatzmarkierung tritt dieser Bereich als einheitlicher Platz in Erscheinung; ergänzend dazu wurde gegenüberliegend in der Nähe des Friedhofs ein Besucherparkplatz mit circa 39 Stellplätzen geschaffen.
Nach der denkmalpflegerischen Sanierung erstrahlt das Baudenkmal in neuem Glanz. Nicht zuletzt, weil noch viele Wurmannsquicker dort selbst zur Schule gegangen oder Mitglied der Vereine sind, ist das Haus lebendiger Teil der Identität des Ortes und ein unverwechselbarer Orientierungspunkt.
Die Gesamtkosten betragen rund 2,2 Millionen Euro. Davon erhält der Markt Wurmannsquick von der Städtebauförderung Finanzhilfen der Europäischen Union und des Freistaates Bayern rund 1,3 Millionen Euro.

Die Perspektiven für die Städtebauförderung sind für das nächste Jahr hoffnungsvoll. Nach dem Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung soll die Städtebauförderung nicht nur fortgeführt, sondern in der Mittelausstattung verbessert werden. Das gilt insbesondere auch für das Programm „Soziale Stadt“, das in den vergangenen Jahren drastisch gekürzt worden war. Eine frohe Botschaft für unsere Städte und Gemeinden.