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Pressemitteilung 9/2014

03.01.2014 - 9/2014
Landkreis Passau / Städtebau
Erfolgreiche Förderung von Städten und Gemeinden
16,4 Millionen Euro Städtebauförderung für Niederbayern im Jahr 2013

Die Städtebauförderung in Niederbayern kann auf ein erfolgreiches Förderjahr zurückblicken: 16,4 Millionen Euro Städtebaufördermittel haben Bund und Land 2013 für die Städte und Gemeinden in Niederbayern bereitgestellt. Zusammen mit den Mitteln der Kommunen konnten damit Projekte von rund 27 Millionen Euro umgesetzt werden. Diese Investitionen von Staat und Kommunen haben auch in diesem Jahr viele Privatinvestitionen nach sich gezogen. Damit bestätigt sich eindrucksvoll: Jeder vom Staat investierte Euro zieht das sechs bis achtfache an Folgeinvestitionen nach sich. Einmal mehr zeigt sich damit die Städtebauförderung auch als wichtiges Programm zur Förderung der regionalen Wirtschaft.

Der diesjährige Erfolg der Städtebauförderung ist auch deshalb besonders respektabel, weil sie im Zuge der Hochwasserhilfe zusätzlich auch für die Abwicklung des Programms zur Wiederherstellung der Infrastruktur in den Gemeinden verantwortlich war. Dabei musste in kurzer Zeit eine „Flut“ von Anträgen bewältigt werden. 16 Millionen Euro - das entspricht etwa einem Jahreskontingent der Städtebauförderung - konnten innerhalb weniger Wochen zusätzlich für die betroffenen Kommunen bereitgestellt werden.

Pm14009Der großzügig und modern gestaltete
Außenbereich des neuen Stadthallen-
foyers in Pocking. Foto: Stadt Pocking

Ein gelungenes Beispiel aus dem Landkreis Passau ist die Sanierung und Erweiterung der Stadthalle in Pocking und die Neugestaltung des Stadthallenumfelds. Seit 2010 ist die Stadt Pocking im Programm „Aktive Zentren“, in dem insbesondere die Funktionsfähigkeit der Ortskerne in Kooperation mit den örtlichen Gewerbetreibenden gestärkt werden soll. Dass öffentlich-private Zusammenarbeit möglich und sinnvoll ist, zeigt der „Umweltcontainer“, der 2013 aus Mitteln eines Projektfonds realisiert wurde. Im Sinne von „urban farming“ wurden dort Fische (im geschlossenen Container) und Gemüse (im darauf stehenden Glashaus) gezüchtet und zahlreiche Aktionen zur Belebung der Innenstadt veranstaltet.

Da aber auch ein Ort für die Kultur und für Feiern wichtig ist, wurde in den vergangenen beiden Jahren ebenfalls die Stadthalle saniert und um ein neues, großzügiges Foyer erweitert. Damit wurde ein vielfältig, nutzbarer Ort für verschiedene Veranstaltungen, Ausstellungen, Konzerte und Theateraufführungen geschaffen, der sich mit dem neuen Foyer großzügig zum Stadtpark hin öffnet.

Die Aufwertung des Umfelds der Stadthalle, insbesondere im Übergang zu den attraktiven Grünflächen des Stadtparks und der Bürgerwiese mitten im Ort, ist ebenfalls ein wichtiger Baustein der städtebaulichen Erneuerung.

Bei der Neugestaltung der Stadthalle wurden 2,25 Millionen Euro als förderfähig anerkannt, für die Umgestaltung des Stadthallenumfeldes sind rund 1 Million Euro Kosten förderfähig. Somit steuert die Städtebauförderung knapp 2 Millionen Euro als Zuschuss aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ bei.

Die Perspektiven für die Städtebauförderung sind für das nächste Jahr hoffnungsvoll. Nach dem Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung soll die Städtebauförderung nicht nur fortgeführt, sondern in der Mittelausstattung verbessert werden. Das gilt insbesondere auch für das Programm „Soziale Stadt“, das in den vergangenen Jahren drastisch gekürzt worden war. Eine frohe Botschaft für unsere Städte und Gemeinden.