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Pressemitteilung 193/2015

21.05.2015 - 193/2015
Niederbayern / Natur und Umwelt
Illegale Geschäfte mit Elektroschrott
Internationale Abfallexperten tagen in der Regierung von Niederbayern

Pm15193Illegale Geschäfte mit Elektroschrott.
Foto: Regierung von Niederbayern

Internationale Abfallexperten des Europäischen Netzwerkes IMPEL TFS EA * haben sich in den vergangenen beiden Tagen in der Regierung von Niederbayern zu einer Fachbesprechung getroffen. Hauptthema war die illegale grenzüberschreitende Abfallverbringung, insbesondere die Missstände der illegalen und umweltgefährdenden Elektroschrott-Entsorgung.

Ziel dieser Veranstaltung war, eindeutige Kriterienkataloge zur Unterscheidung Abfall/Gebrauchtware für die Kontrollbeamten des Zolls, der Polizei und des Bundesamtes für Güterverkehr zu erarbeiten. Damit soll zukünftig die Kontrolle grenzüberschreitender Abfallverbringung noch effektiver gestaltet werden.

Oftmals ist Elektroschrott als Gebrauchtware deklariert, obwohl die Geräte meist nicht funktionsfähig sind und auch in den Bestimmungsländern wie z.B. Afrika oder Asien nicht mehr repariert werden. Elektroschrott-Transporte sind genehmigungspflichtig; bei gefährlichen Abfällen wie Kühlschränken oder Bildschirmgeräten ist der Export in nicht OECD-Staaten verboten. Durch die Falschdeklarierung erreichen solche illegale Exporte etwa Afrika, wo die Geräte umweltschädlich ausgeschlachtet werden, um so wertvolle Metalle zu gewinnen. In der Regel werden sie abgebrannt, wodurch etwa bei alten FCKW-haltigen Kühlgeräten klimaschädigende Gase freigesetzt werden.

Wir müssen illegale Elektroschrott-Transporte verhindern, nicht nur damit die Abfälle letztendlich umweltgerecht aufbereitet, sondern auch damit die für zukünftige Generationen wichtigen Ressourcen geschont werden.

* (Fachgruppe „Transfrontier Shipments of Waste Enforcement Action“ (TFS EA) von „The European Union Network for the Implementation and Enforcement of Environmental Law“ (IMPEL))