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Pressemitteilung 2/2015

07.01.2015 - 2/2015
Landkreis Dingolfing-Landau / Städtebau
Erfolgreiche Förderung von Städten und Gemeinden
22 Millionen Euro Städtebauförderung für Niederbayern im Jahr 2014

Die Städtebauförderung in Niederbayern kann auf ein erfolgreiches Förderjahr zurückblicken: Rund 22 Millionen Euro Städtebaufördermittel haben Bund und Land 2014 für die Städte und Gemeinden in Niederbayern bereitgestellt. Die Mittel wurden der Regierung erst spät im Jahr zugeteilt, aber sie kamen reichlich. Zusammen mit den Mitteln der Kommunen konnten damit Projekte von rund 36 Millionen Euro umgesetzt werden. Mit dieser anhaltend hohen Mittelzuweisung unterstreichen Bund und Freistaat die Bedeutung, die sie den Städtebauförderungsprogrammen bei der notwendigen Umstrukturierung unserer Städte und Gemeinden und bei der Förderung der regionalen Wirtschaft beimessen.

Gerade in den strukturschwächeren Teilen Niederbayerns konnten im vergangenen Jahr mit Unterstützung der Städtebauförderung erneut wichtige Impulse für eine nachhaltige Aufwertung der betreffenden Städte gesetzt werden. Wo Kommunen ihre Bürger intensiv in den Diskussionsprozess zur Zukunft ihrer Orte mit einbinden und gezielt mit öffentlichen Investitionen unterstützen, gelingt es häufig, das Investitionsklima in den Kommunen deutlich zu verbessern. Auch schwierige Problemlagen lassen sich mit gemeinsamer Anstrengung von Kommune und Privaten dann lösen.

Ein gelungenes Beispiel aus dem Landkreis Dingolfing-Landau ist die Neugestaltung einer Gewerbebrache an der Pfarrgasse in Markt Eichendorf. In Eichendorf war bereits in den vergangenen Jahren der Marktplatz erfolgreich umgestaltet worden, nun werden städtebauliche Defizite in der zweiten Reihe des Marktplatzes bearbeitet. Der ehemalige Supermarkt und der nicht mehr genutzte Gasthof Baierl am Marktplatz 14 konnten von der Marktgemeinde erworben und im Sonderprogramm „Gewerbeflächenbrachen“ des Bayerischen Städtebauförderprogramms bezuschusst werden. Die förderfähigen Kosten der Baumaßnahme, einschließlich Abbruch des ungenutzten Gewerbebaus und Grunderwerb betrugen rund 780.000 Euro. Diese wurden mit einem Zuschuss von rund 500.000 Euro gefördert. Fünf Stützmauern aus Sichtbeton bewältigen die Höhenunterschiede auf dem Grundstück und schaffen Entlastungsparkplätze in zweiter Reihe des sanierten Marktplatzes. Eine Mauer wurde durch den Künstler Kadletz (Landau a.d.Isar) mit Auszügen aus der Chronik des Ortes gemeinsam mit dem Architekten Bichler (Gangkofen) gestaltet. Der neue Parkplatz versiegelt den Boden deutlich weniger und die rückwärtige Pfarrgasse wurde ebenso saniert. Durch alle diese Investitionen konnte bereits vor Abschluss der Bauarbeiten ein Pächter für das ehemals ungenutzte Gasthaus gefunden und der Marktplatz noch lebendiger gestaltet werden.
 

Pm15002 1Die ehemalige Brache eines Supermarktes in zweiter Reihe des Marktplatzes wurde neu gestaltet. Fünf Stützmauern gliedern die Freiflächen und bewältigen die Höhenunterschiede auf dem Grundstück. Foto: Regierung von Niederbayern

 

Pm15002 2Gemeinsam mit einem Künstler wurde die Stützmauer aus Sichtbeton mit Auszügen aus der Ortschronik gestaltet. Foto: Regierung von Niederbayern

 

Zahlen für dieses Jahr liegen noch nicht vor. Es gibt derzeit jedoch keine Anzeichen dafür, dass Bund und Freistaat bei der Städtebauförderung den Rotstift ansetzen wollten. Die Kommunen in Niederbayern dürfen deshalb auch im kommenden Jahr darauf setzen, dass für wichtige Umstrukturierungsmaßnahmen weiterhin die notwendigen Mittel zur Verfügung stehen werden.