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Pressemitteilung 238/2015

13.08.2015 - 238/2015
Niederbayern / Soziales
Zeit für Gespräche
16.740 Euro für Laienhelfer von psychisch kranken Menschen 2015

Sich Zeit für Gespräche zu nehmen, ist ein Luxus, den sich Betreuer von psychisch kranken Menschen oft nicht leisten können. Doch in einigen Einrichtungen Niederbayerns gibt es Menschen, die immer Zeit opfern: Die ehrenamtlichen Laienhelfer unterstützen das Personal und bescheren den Hilfsbedürftigen mit Einzelbesuchen oder Gruppenstunden schöne Momente, in denen sich das Leben nicht nur um Probleme dreht. Damit das so bleibt, hat die Regierung von Niederbayern elf Organisationen und Vereine in diesem Jahr mit rund 16.740 Euro bezuschusst. Das Geld hatten der Landtag und das Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration bereitgestellt. Damit werden die Ausgaben der freiwilligen Helfer für Aktivitäten mit den Betreuten finanziert.

Die geförderten Einrichtungen und Vereine sind:

Das Tageszentrum des Caritasverbands des Landkreises Kelheim (620 Euro Zuschuss):
Die Ehrenamtlichen helfen Menschen mit psychischen Problemen und Erkrankungen soziale Kontakte zu knüpfen, sich zu beschäftigen und die Freizeit zu gestalten. Sie bieten unter anderem Kreativwerkstätten und Freizeitaktivitäten an.

Der Sozialpsychiatrische Dienst des Caritasverbands des Landkreises Kelheim (3410 Euro Zuschuss):
Die Ehrenamtlichen bieten in Kelheim und Abensberg unter anderem Gruppentreffen mit Frühstück an Vormittagen, Kreativprojekte, eine Selbsthilfegruppe für Patienten mit der Muskelschmerzkrankheit Fibromyalgie und eine Bewegungsgruppe. Außerdem begleiten sie einzelne bedürftige Menschen regelmäßig durch den Alltag. 

Die Beratungsstelle für psychische Gesundheit des Kreis-Caritasverbands Freyung-Grafenau (1240 Euro Zuschuss):
Die Ehrenamtlichen leiten eine Kaffeestube im Grafenauer Sozialzentrum, eine Teestube im Freyunger Vinzenzhaus und eine Frühstücksgruppe für Frauen im Sozialzentrum Waldkirchen. Außerdem betreuen zwei Helfer psychisch kranke Menschen, damit diese mehr in ihrer Freizeit unternehmen und sich so besser in die Gesellschaft integrieren.

Der Sozialpsychiatrische Dienst des Diakonischen Werks Landshut (3100 Euro Zuschuss):
Die Ehrenamtlichen betreuen psychisch kranke Menschen in offenen Treffs in der Teestube in der Begegnungsstätte der Diakonie, Gabelsbergerstraße 46. Auf dem Programm stehen Frühstücksgruppen an Werktagen, Kaffeerunden am Wochenende und Aktivitäten in einer Bewegungsgruppe im evangelischen Gemeindehaus, Gutenbergweg 16. Frühstücksgruppen werden auch in den Außenstellen im evangelischen Gemeindehaus in Vilsbiburg, Mozartstraße 6, und im Gemeinderaum der evangelischen Friedenskirche in Neufahrn, Eichendorffstraße 1, angeboten. Hilfe gibt es auch für einzelne Bedürftige, zum Beispiel bei Behördengängen.

Sozialpsychiatrischer Dienst des Caritasverbands Isar-Vils in Landau a. d. Isar (1705 Euro Zuschuss):
Die Ehrenamtlichen engagieren sich in vier Teestuben in Dingolfing und Landau mindestens zwei Stunden pro Woche in Gruppenarbeiten oder bei Ausflügen für bedürftige Menschen. Sie kümmern sich auch bei Hausbesuchen um einzelne Menschen und sind in einem Zuverdienstprojekt als Ansprechpartner für psychisch kranke Menschen aktiv.

Der Sozialpsychiatrische Dienst des Rot-Kreuz-Kreisverband Rottal-Inn (1240 Zuschuss):
Die Ehrenamtlichen leiten eine Teestube in Pfarrkirchen und in Eggenfelden eine Entspannungsgruppe, eine Freizeitgruppe und einen Stammtisch. Dort bieten sie auch Gedächtnistraining, Kegeln und Thermalbadbesuche an.

Der Caritasverband Dingolfing-Landau (620 Euro Zuschuss):
Die Ehrenamtlichen besuchen regelmäßig Bewohner des Seniorenheims der Arbeiterwohlfahrt in Frontenhausen. Sie kümmern sich hauptsächlich um psychisch kranke Erwachsene, die kaum oder keinen Besuch bekommen. Wenn möglich, gehen die freiwilligen Helfer mit den ihnen Anvertrauten spazieren oder machen Ausflüge mit ihnen.

Das Tageszentrum des Vereins Landshuter Netzwerk (1085 Euro Zuschuss):
Die Ehrenamtlichen helfen beim Betrieb des Tageszentrums für chronisch psychisch kranke Menschen aus der Region Landshut. Dank ihnen können die Verantwortlichen den Besuchern ein umfangreiches Programm mit Angeboten wie offener Werkstatt, Mal-Atelier und eigener Zeitungsredaktion – für die Tageszentrumszeitung Kopfstand – bieten.

Der Sozialpsychiatrische Dienst des Rot-Kreuz-Kreisverbands Straubing-Bogen (775 Euro Zuschuss):
Die Ehrenamtlichen leiten Gesprächsgruppen und unterstützen das Personal bei Ausflügen. Außerdem begleiten sie hilfsbedürftige Menschen bei Arztbesuchen oder Behördengängen und kümmern sich bei Einzelbesuchen um sie.

Der Laienhelferkreis am Bezirksklinikum Mainkofen (2170 Euro Zuschuss):
Die Ehrenamtlichen sind bei Gesprächen unter vier Augen oder bei Treffen in der Gruppe für die Patienten des Bezirksklinikums da.

Der ehrenamtliche Besuchsdienst am Bezirkskrankenhaus Straubing (775 Euro Zuschuss):
Die Ehrenamtlichen besuchen regelmäßig und vor allem Patienten, die kaum oder keinen Besuch bekommen. Wenn möglich, gehen die Helfer mit den ihnen Anvertrauten spazieren oder machen kurze Ausflüge mit ihnen. Außerdem gibt es mehrmals im Jahr Treffen für alle Gespanne.