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Pressemitteilung 283/2015

17.07.2015 - 283/2015
Niederbayern / Wasserwirtschaft
Der Donauausbau soll noch ökologischer werden
Runder Tisch an der Regierung von Niederbayern lotet weitere Potenziale aus

Gestern haben sich in Landshut knapp 40 Vertreter von Naturschutzverbänden, bayerischen Behörden, der Bundeswasserstraßenverwaltung sowie deren Planer getroffen, um unter der Moderation der Regierung von Niederbayern Ideen auszutauschen, wie der Donauausbau zwischen Straubing und Vilshofen noch ökologischer ausgestaltet werden kann.

Grundlage dafür ist der bekundete Wille der bayerischen Staatsregierung, in Abstimmung mit dem Bund, die beschlossene Ausbauvariante A ohne Staustufe zu einer sogenannten Variante A+ weiter zu entwickeln.

Manfred Pfandl, Bereichsleiter Umwelt an der Regierung, zieht eine positive Bilanz: „Es ist uns gelungen, eine gemeinsame Sicht zu entwickeln, was wir unter der Variante A+ verstehen. Dies sind zum einen alle ökologischen Optimierungen, die seit der EU-Studie zum Donauausbau 2012 erfolgt sind bzw. noch erfolgen werden, um rechtskräftige Planfeststellungsbescheide in den Ausbauabschnitten zu erhalten.“

Darüber hinaus seien darunter auch alle Möglichkeiten zu sehen, die als langfristige Vision im Rahmen der Gewässerentwicklung, der FFH-Managementplanung mit Auenentwicklungskonzepten sowie der ökologischen Gewässerunterhaltung an der Donau mittel- bis langfristig umgesetzt werden können. Die Verbesserung der Schifffahrtsverhältnisse, der Ausbau des Hochwasserschutzes sowie der zwischen Bund, Bayern und der RMD abgestimmte Terminplan zum zeitlichen Ablauf des Gesamtprojekts dürfen dadurch aber keine Verzögerung erfahren. An Modellstrecken könnten deshalb künftig ökologische Bausteine wie z. B. der Rückbau von Uferversteinungen oder die Wiederanbindung von Altwässern gemeinsam erprobt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung waren die Planungsüberlegungen im Bereich der Isarmündung für den Polder Isarmünd sowie die ökologische Gewässerentwicklung der Isar einschließlich des Isarschüttkegels. Hier gelang es, wertvolle Hinweise und Planungsanregungen herauszuarbeiten, die in kleinerer Runde weiter vertieft werden sollen.
 

Pm15283Donauausbau: Experten loten weitere ökologische Potenziale aus. Foto: Regierung von Niederbayern