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Pressemitteilung 4/2015

07.01.2015 - 4/2015
Landkreis Kelheim / Städtebau
Erfolgreiche Förderung von Städten und Gemeinden
22 Millionen Euro Städtebauförderung für Niederbayern im Jahr 2014

Die Städtebauförderung in Niederbayern kann auf ein erfolgreiches Förderjahr zurückblicken: Rund 22 Millionen Euro Städtebaufördermittel haben Bund und Land 2014 für die Städte und Gemeinden in Niederbayern bereitgestellt. Die Mittel wurden der Regierung erst spät im Jahr zugeteilt, aber sie kamen reichlich. Zusammen mit den Mitteln der Kommunen konnten damit Projekte von rund 36 Millionen Euro umgesetzt werden. Mit dieser anhaltend hohen Mittelzuweisung unterstreichen Bund und Freistaat die Bedeutung, die sie den Städtebauförderungsprogrammen bei der notwendigen Umstrukturierung unserer Städte und Gemeinden und bei der Förderung der regionalen Wirtschaft beimessen.

Gerade in den strukturschwächeren Teilen Niederbayerns konnten im vergangenen Jahr mit Unterstützung der Städtebauförderung erneut wichtige Impulse für eine nachhaltige Aufwertung der betreffenden Städte gesetzt werden. Wo Kommunen ihre Bürger intensiv in den Diskussionsprozess zur Zukunft ihrer Orte mit einbinden und gezielt mit öffentlichen Investitionen unterstützen, gelingt es häufig, das Investitionsklima in den Kommunen deutlich zu verbessern. Auch schwierige Problemlagen lassen sich mit gemeinsamer Anstrengung von Kommune und Privaten dann lösen.

Ein gelungenes Beispiel aus dem Landkreis Kelheim ist die Neugestaltung der Herrnstraße mit Wiederherstellung des Stadtwalls entlang der Herrnstraße in Neustadt an der Donau. Mit der Auslagerung des Autohauses Stocker eröffnete sich die einmalige Chance, den Stadtwall in diesem Bereich nach historischem Vorbild zu rekonstruieren. Dadurch konnte eine weitere Lücke des inmitten einer doppelreihigen Kastanienallee verlaufenden Wallweges rund um die Altstadt wiederhergestellt werden.

Gleichzeitig entstand ein großes Stück Wallgraben als Grünfläche bis hin zu der zum Teil wieder sichtbar gemachten ehemaligen Stadtmauer. Die Grünfläche bietet vor allem Kindern Platz zum Spielen und Toben in unmittelbarer Nähe der Innenstadt. Dadurch dass die Herrnstraße verlegt und verschmälert wurde, konnten ausreichend zentrumsnahe Parkplätze geschaffen werden, die die Innenstadt entlasten.
Die Kosten für die Auslagerung des Autohauses und Neugestaltung der Herrnstraße einschließlich Stadtwall betragen rund 1,6 Millionen Euro. Davon erhält die Stadt Neustadt an der Donau einen Zuschuss aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm Teil V – Städtebaulicher Denkmalschutz in Höhe von knapp 900.000 Euro.
 

Pm15004Dank des Lückenschlusses im Bereich der Herrnstraße können die Fußgänger in Neustadt a. d. Donau nun auf dem Stadtwall rund um die historische Altstadt spazieren. Foto: Büro Wartner, Landshut

 

Zahlen für dieses Jahr liegen noch nicht vor. Es gibt derzeit jedoch keine Anzeichen dafür, dass Bund und Freistaat bei der Städtebauförderung den Rotstift ansetzen wollten. Die Kommunen in Niederbayern dürfen deshalb auch im kommenden Jahr darauf setzen, dass für wichtige Umstrukturierungsmaßnahmen weiterhin die notwendigen Mittel zur Verfügung stehen werden.