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Pressemitteilung 94/2015

02.03.2015 - 94/2015
Niederbayern / Bauwesen
8,5 Millionen Euro für den Wohnungsbau in Niederbayern und 5 Millionen Euro, um Gebäude zu modernisieren

8,5 Millionen Euro stellt der Freistaat Bayern 2015 als zinsgünstige, staatliche Darlehen bereit, damit in Niederbayern bezahlbarer Wohnraum neu geschaffen werden kann. Außerdem stehen für die Modernisierung von Gebäuden 5 Millionen Euro zur Verfügung – bei Bedarf kann diese Summe auch aufgestockt werden.

Neubau von preisgünstigem Wohnraum

Wie in den Jahren zuvor lag auch 2014 der Schwerpunkt dieser Förderung in Niederbayern bei den Eigenheimen. 120 vor allem junge Familien konnten sich, unterstützt durch zinsverbilligte Darlehen in Höhe von 5,3 Millionen Euro den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen und eine Immobilie bauen oder kaufen.

Für den Neubau von 31 barrierefreien und energieeffizienten Mietwohnungen bewilligte die Regierung von Niederbayern im vergangenen Jahr 2,2 Millionen Euro in Form von zinsgünstigen Darlehen. Damit auch für einkommensschwächere Haushalte wieder mehr Mietwohnungen gebaut werden, verbesserte der Freistaat Bayern die Förderkonditionen in den vergangenen Jahren kontinuierlich.

Modernisierung von Mietwohnungen

Besonders gut sind derzeit die Förderkonditionen für die Modernisierung von Mietwohnungsbauten: Das Bayerische Modernisierungsprogramm gewährt für energetische Vorhaben wie neue Heizung, neue Fenster, oder Dach- und Fassadendämmung ein Darlehen mit einem aktuellen Zinssatz von 0,0 Prozent. Je nach Energieeffizienz gibt es auch noch einen Tilgungszuschuss von bis zu 22,5 Prozent oder 16.875 Euro je Wohneinheit.

Günstige Darlehensbedingungen gelten auch für Baumaßnahmen zur Verbesserung des Wohnkomforts und zum altengerechten Umbau, beispielsweise für den Bau von Balkonen, eines Aufzugs oder die Schaffung barrierefreier Bäder.

Die Förderung soll helfen, sanierungsbedingte Mieterhöhungen moderat zu halten. Voraussetzung für die Förderung ist, dass es sich um ein Mietwohnhaus mit mindestens drei Wohneinheiten handelt. Im vergangenen Jahr flossen dazu knapp drei Millionen Euro aus diesem Programm in die Modernisierung von 41 niederbayerischen Mietwohnungen und zusätzlich 3,6 Millionen Euro in die Sanierung von zwei Altenheimen mit insgesamt 130 Wohnplätzen.

Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

Zuschüsse in Höhe von insgesamt 12,6 Millionen Euro bewilligte die Wohnraumförderung in Niederbayern 2014 für Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Dadurch konnten vier Wohnheime für insgesamt 96 Bewohner, zwei Förderstätten mit zusammen 38 Plätzen und einer Tagesstruktureinrichtung für zehn Personen geschaffen werden.

Für Bauherren und Käufer gilt grundsätzlich: Alle Fördermittel müssen vor dem Baubeginn bzw. Kaufvertragsabschluss beantragt und bewilligt sein. Ansprechpartner für Förderungen von Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern ist die Regierung von Niederbayern, Telefon 0871/808-1423, wohnungswesen@reg-nb.bayern.de.

Informationen über Zuschüsse für Eigenheime geben die Landratsämter und die Kreisfreien Städte. Weitere Informationen im Internet unter http://www.wohnen.bayern.de.

Bauprojekte aus den Landkreisen, die mit Hilfe der Wohnraumförderung unterstützt wurden:

Landkreis Deggendorf: Neubau einer Wohn- und Arbeitsstätte für Menschen mit Behinderung in Osterhofen (Staatliche Förderung von Heimen für Menschen mit Behinderung)

Pm15094 1Perspektive von Südwesten, im Vordergrund die Förderstätte. Foto: Architekt Thomas Artinger

Die Lebenshilfe Deggendorf plant an der Mühlhamer Str. in Osterhofen 24 Wohnplätze für Menschen mit Behinderung und eine Förderstätte für 20 Personen. Zusätzlich werden noch zehn Plätze für die Tagesbetreuung älterer Menschen mit Behinderung geschaffen, die aus dem Erwerbsleben bereits ausgeschieden sind.
Architekt: artec-plan, Thomas Artinger, Straubing

Landkreis Freyung-Grafenau: Neubau einer Wohngemeinschaft für Menschen mit Behinderung in Grafenau (Förderung im Rahmen des bayerischen Wohnungsbauprogrammes)

Pm15094 2Ansicht von Süden, im Obergeschoss die Wohngemeinschaft. Foto: APA Dr. Klaus Bauer, Grafenau

Die Lebenshilfe in Grafenau errichtete für Menschen mit Behinderung eine Wohnung für vier Personen. Das Leben in dieser ambulant betreuten Wohngemeinschaft soll Menschen mit Behinderung die Möglichkeit bieten, weitgehend selbständig zu leben, im Bedarfsfall jedoch Unterstützung und Hilfe zu erhalten.
Architekt: APA Dr. Klaus Bauer, Architekt, Stadt- und Regionalplaner, Grafenau

Landkreis Kelheim: Modernisierung eines Mietshauses in Kelheim (Förderung im Rahmen des bayerischen Modernisierungsprogramms

Pm15094 3Ansicht von der Riedenburger Straße nach der Modernisierung. Foto: Regierung von Niederbayern

Pm15094 4 Ansicht von der Gartenseite nach der
Modernisierung.
Foto: Regierung von Niederbayern

 

In der Riedenburger Straße in Kelheim modernisierte die Bau- und Siedlungsgenossenschaft Kelheim eG im vergangenen Jahr 18 Mietwohnungen. Dabei wurde das gesamte Gebäude wärmegedämmt, die Fenster ausgetauscht und eine neue Heizung eingebaut. Außerdem wurden unter anderem auch die Bäder und die komplette Installation erneuert. Dies bedeutet eine erhebliche Energieeinsparung und eine Verbesserung des Wohnkomforts für die Mieter.

 

Landkreis Landshut: Neubau von 33 Wohnungen als Ersatzneubau in Vilsbiburg (Förderung im Rahmen des bayerischen Wohnungsbauprogramms)

Pm15094 5Ansicht von der Karlsbader Straße aus. Foto: Baugenossenschaft Vilsbiburg

In Vilsbiburg an der Karlsbader Straße riss die Baugenossenschaft eG Vilsbiburg auf dem vorhandenen Grundstück drei alte Gebäude ab, um einen wirtschaftlicheren und zeitgemäßeren Bau zu errichten ein abgewinkelter viergeschossiger Baukörper mit insgesamt 33 Wohneinheiten. 16 Mietwohnungen davon wurden gefördert. Die Wohnungen sind über Laubengänge und einen Aufzug erschlossen. Bei den geförderten Wohnungen handelt es sich um acht Zweizimmerwohnungen, sieben Dreizimmerwohnungen und eine Vierzimmerwohnung. Die gesamte Wohnanlage ist barrierefrei gestaltet, sodass sie auch gut für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet ist.
Architekt: Architektengemeinschaft Kirchmair / Meierhofer / PBA-Planungs-GmbH, Vilsbiburg

Landkreis Passau: Neubau eines Wohnheimes für Menschen mit Behinderung in Vilshofen (Staatliche Förderung von Heimen für Menschen mit Behinderung)

Pm15094 6 Ansicht von Westen mit den herausgeschobenen Aufenthaltsbereichen. Foto: Architekt Alfons Kust

An der Kapuzinerstraße in Vilshofen baute die Lebenshilfe Passau ein Wohnheim mit 24 Plätzen für Menschen mit Behinderung. Zusätzlich wurden noch zehn Plätze für die Tagesbetreuung älterer Menschen mit Behinderung geschaffen, die aus dem Erwerbsleben bereits ausgeschieden sind.
Architekt: Alfons Kust, Vilshofen

Landkreis Passau: Neubau von 12 Wohnungen als Ersatzneubau in Vilshofen (Förderung im Rahmen des bayerischen Wohnungsbauprogramms)

Pm15094 7Ansicht vom Westen an der Pacherstraße mit Loggien. Foto: Baugenossenschaft Vilshofen

In Vilshofen an der Pacherstraße errichtete die Baugenossenschaft Vilshofen eG in einem zweiten Bauabschnitt weitere zwölf barrierefreie Wohnungen. Die in die Jahre gekommenen Altbauten waren nicht mehr zu sanieren und wurden abgerissen. Insgesamt entstanden 30 Neubauwohnungen. Alle barrierefrei gestalteten Wohneinheiten können über einen Aufzug erreicht werden und sind unter anderem auch für gehbehinderte Personen gut geeignet.
Architekt: Architekturbüro Witzlinger, Vilshofen

Landkreis Regen: Neubau einer Wohn- und Arbeitsstätte für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen in Teisnach (Staatliche Förderung von Heimen für Menschen mit Behinderung)

Pm15094 8Blick vom Innenhof zur Förderstätte (links) und zum Wohnheim (rechts). Foto: Brunner Architekten

Pm15094 9Blick in den Dachraum der Scheune.
Foto: Brunner Architekten

 

In Arnetsried, einem Ortsteil der Gemeinde Teisnach, errichtete die Lebenshilfe Regen eine Wohn- und Arbeitsstätte für Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung. Der Vierseithof umfasst eine Förderstätte und ein Wohnheim für 24 Personen sowie Gebäude für landwirtschaftliche Tätigkeiten.

Architekt: Brunner Architekten/Ingenieurleistungen, Robert Brunner, Viechtach 

 

Landkreis Rottal-Inn: Neubau von 37 Wohnungen in Pfarrkirchen (Förderung im Rahmen des bayerischen Wohnungsbauprogramms)

Pm15094 10Ansicht von Südwesten. Foto: Regierung von Niederbayern

In Pfarrkirchen am Bahnweg errichtet die Wohnungsbau GmbH Pfarrkirchen – Simbach a. Inn ein viergeschossiges Gebäude mit insgesamt 37 Wohneinheiten und einer Gewerbeeinheit im Erdgeschoss. 23 Mietwohnungen davon werden mit staatlichen Mitteln aus dem bayerischen Wohnungsbauprogramm gefördert. Dabei handelt es sich um zwei und drei Zimmerwohnungen. Allen Wohnungen ist ein großer, gut nutzbarer Balkon vorgelagert.
Planer: Ing.-Büro Rinner, Hebertsfelden

Stadt Landshut: Neubau eines Wohnpflegeheims und einer Förderstätte für Menschen mit Behinderung in Landshut (Staatliche Förderung von Heimen für Menschen mit Behinderung)

Pm15094 113D Ansicht. Foto: Architekturbüro Pfleger

Pm15094 12Ansicht Zugang und Innenhof. Foto: Architekturbüro Pfleger

In der Nähe der Jürgen-Schuhmann-Straße in Landshut errichtet die Lebenshilfe Landshut dieses Jahr ein Wohnpflegeheim für 24 schwerstmehrfachbehinderte Personen, eine Förderstätte für 18 Personen sowie eine Lehrwohnung für vier Personen zum schrittweisen Heranführen an die Selbständigkeit. Der zweigeschossige Baukörper wird als U-Form angeordnet und bildet einen geschützten Innenhof, der sich nach Norden zur bestehenden Pestalozzischule hin öffnet.
Architekt: Walter Pfleger GbR, Landau a. d. Isar

Stadt Straubing: Modernisierung von 33 Wohnungen in Straubing (Förderung im Rahmen des bayerischen Modernisierungsprogrammes)

Pm15094 13Westansicht Albrecht-Dürer-Straße. Foto: HIW Architekten

In Straubing modernisiert und erweitert die Städtische Wohnungsbau GmbH, an der Albrecht-Dürer-Straße, zurzeit 33 Wohnungen. Ein erheblicher Teil der Modernisierungsarbeiten dient dazu, Energie einzusparen. Außerdem wird eines der Häuser mit einem Aufzug nachgerüstet, dort sind dann alle 15 Wohnungen barrierefrei erreichbar.
Architekt: HIW Hornberger, Illner, Weny Gesellschaft von Architekten GmbH, Straubing

Stadt Straubing: Umbau eines Altstadthauses zu einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung in Straubing (Staatliche Förderung von Heimen für Menschen mit Behinderung)

Pm15094 14Ansicht von der Flurlgasse mit dem angebauten Aufzug. Foto: Architekten Knipl, Pracht & Partner

An der Flurlgasse in Straubing baute die katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg e.V. ein Altstadthaus in ein Wohnheim um. In dem denkmalgeschützen Haus entstanden 15 Wohnplätze für Menschen mit Behinderung. Der notwendige Aufzug kam in einem modernen Anbau unter, der gleichzeitig auch den neuen Eingang birgt. Die Maßnahme wurde mit staatlichen Mitteln unterstützt.
Architekt: Architekten Knipl, Pracht & Partner, Schwandorf