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Pressemitteilung 137/2017

28.04.2017 - 137/2017
Niederbayern / Energie
Förderprojekt „Energiecoaching_Basis“: 30 Gemeinden in Niederbayern erneut erfolgreich beraten – Fortführung „Energiecoaching_Plus“ geplant

Im Rahmen der Energiewende haben sich in den vergangenen zwei Jahren 30 weitere Gemeinden in Niederbayern bei dem Projekt "Energiecoaching_Basis für Kommunen" beraten lassen. Es war die zweite Runde des Gemeinschaftsprojekts der Regierung von Niederbayern und des Bayerischen Wirtschaftsministeriums. Im Pilotprojekt von 2012 bis 2015 konnten bereits 34 niederbayerische Gemeinden erfolgreich gecoacht werden.

Um die neuen Ergebnisse vorzustellen, die gecoachten Gemeinden zu vernetzen und einen Ausblick auf das geplante "Energiecoaching_Plus" zu geben, haben die Regierung und das Bayerische Wirtschaftsministerium Vertreter der Kommunen heute zu einer Infoveranstaltung ins Pfarrheim St. Stephanus in Straßkirchen eingeladen.

Dr. Jürgen Weber, Bereichsleiter für Wirtschaft, Landesentwicklung und Verkehr an der Regierung von Niederbayern dankte den Gemeinden für ihr Engagement und überreichte ihnen gemeinsam mit Ministerialrat Robert Götz vom Bayerischen Wirtschaftsministerium Urkunden für die erfolgreiche Teilnahme. "Denn nur über eine aktive Mit- und Zuarbeit können gute und umsetzbare Ergebnisse für die Energiewende erzielt werden", so Weber.

Welf Erös vom Ingenieurbüro PGA, dem Auftragnehmer für das Energiecoaching in Niederbayern, zog bei dem Treffen Bilanz über die Zufriedenheit der gecoachten Gemeinden sowie den Nutzen, den sie aus der Energieberatung ziehen konnten. Das Coaching sei bei allen Gemeinden gut bis sehr gut angekommen.

Die Evaluation zeigte, dass für die Gemeinden bei kurzfristig geplanten Maßnahmen die Umrüstung auf LED (Innen und außen) das größte Thema ist. Weiterhin sind für die Kommunen die Dämmung von Verteilleitungen in unbeheizten Räumen sowie der Austausch von Heizungspumpen wichtige Handlungsfelder.

Dass das Energiecoaching bei den Gemeinden gut ankam, bestätigten auch die Vorträge von Vertretern drei ausgewählter Gemeinden. Den Anfang machte Dr. Christian Hirtreiter, Bürgermeister der Gemeinde Straßkirchen, der die Umstellung der Beleuchtung auf LED im Schulgebäude in Angriff genommen hat.

Für Rainer Spielberger vom Markt Wallersdorf, der sich zum kommunalen Energiewirt ausbilden ließ, ist die Beleuchtung ebenfalls ein wichtiges Handlungsfeld. Er kündigte an, das Energiemanagementsystem fortzuführen.
In Geiersthal hat das Energiecoaching die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Rathaus angestoßen.

Förderprojekt geht weiter mit "Energiecoaching_Plus"

Bei der Umsetzung dieser und weiterer Projekte können die Gemeinden auch zukünftig Unterstützung gebrauchen. Aufgrund des großen Erfolgs des Coachingkonzeptes hat Ministerialrat Götz daher das Förderprojekt "Energiecoaching_Plus" in Aussicht gestellt. Für das Energiecoaching-Plus werden den Bayerischen Regierungsbezirken in den kommenden zwei Jahren insgesamt 1,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die maximale Förderhöhe je Kommune beträgt 10.000 Euro. Gefördert werden zum Beispiel Schulungen von Gebäudeverantwortlichen, die Unterstützung bei Förderbeantragungen, Ausschreibungen und Vergaben, objekt- oder maßnahmebezogene Wirtschaftlichkeits- oder Machbarkeitsstudien und/oder die Unterstützung im Bereich der energieeffizienten und klimafreundlichen Mobilität.
Das Energiecoaching_Plus in Niederbayern, welches durch die Regierung ausgeschrieben wird, soll voraussichtlich diesen Herbst starten.

Das Projekt "Energiecoaching_Basis für Kommunen"

Aufgrund der großen Bedeutung der Gemeinden für die Energiewende hat das Bayerische Wirtschaftsministerium 2012 das Pilotprojekt "Energiecoaching für Gemeinden" ins Leben gerufen, bei dem die Regierung von Niederbayern  34 Gemeinden für eine Initialberatung ausgewählt hat.
Ziel dieser Energieberatungen war das Aufzeigen von Einsparmöglichkeiten und Potenzialen für Energieeffizienz und erneuerbare Energien im jeweiligen Kommunalgebiet. Hierzu wurden vom Energiecoach mehrere Liegenschaften näher betrachtet. Darüber hinaus wurde jeder Gemeinde ein Energiemanagement-System zur Verfügung gestellt und die Mitarbeiter in der Anwendung und Fortführung geschult. In einem weiteren Bestandteil des Coachings ging es um die Möglichkeiten für die Einrichtung von Nahwärmenetzen.
Das Coaching richtete sich vor allem an kleine und mittlere Gemeinden, die noch kein ganzheitliches Energiekonzept besitzen. Die Gemeinden waren selbst gefordert und wurden aktiv in den Prozess mit eingebunden. Auf diese Weise erhielten die Gemeinden eine auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte Beratung dazu, wie die Energiewende vor Ort umgesetzt werden kann.

Gecoachte Gemeinden in Niederbayern in der zweiten Förderphase:

Landkreis Deggendorf: Gemeinde Bernried, Gemeinde Iggensbach; Landkreis Dingolfing-Landau: Markt Wallersdorf; Landkreis Freyung-Grafenau: Gemeinde Jandelsbrunn, Gemeinde Mauth; Landkreis Kelheim: Markt Langquaid, Markt Rohr i. NB; Landkreis Landshut: Gemeinde Eching, Gemeinde Neufahrn i. NB, Gemeinde Obersüßbach, Markt Pfeffenhausen, Gemeinde Wurmsham; Landkreis Passau: Markt Aidenbach, Markt Kößlarn, Markt Obernzell, Gemeinde Thyrnau, Markt Untergrießbach; Landkreis Regen: Gemeinde Bayerisch Eisenstein, Gemeinde Böbrach, Gemeinde Geiersthal, Gemeinde Patersdorf; Landkreis Rottal-Inn: Gemeinde Ering, Markt Massing, Gemeinde Stubenberg, Gemeinde Zeilarn; Landkreis Straubing-Bogen: Gemeinde Atting, Gemeinde Irlbach, Gemeinde Perkam, Gemeinde Rain, Gemeinde Straßkirchen.

Weitere Informationen zum Förderprojekt sowie zu den gecoachten Gemeinden der ersten Förderphase finden Sie auf unserer Internetseite: http://www.regierung.niederbayern.bayern.de/aufgabenbereiche/2/energiewende/index.php

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30 niederbayerische Gemeinden wurden in der zweiten Phase des Förderprojekts "Energiecoaching_Basis für Kommunen" erfolgreich beraten. Um die gecoachten Gemeinden zu vernetzen und die Ergebnisse vorzustellen, haben die Regierung von Niederbayern und das Bayerische Wirtschaftsministerium heute zu einer Infoveranstaltung nach Straßkirchen eingeladen. Foto: Verena Völkl