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Pressemitteilung 256/2017

09.08.2017 - 256/2017
Landkreis Regen / Straßenbau
Regierung von Niederbayern leitet für die Ortsumgehung Ruhmannsfelden Planfeststellungsverfahren ein

Für die Ortsumgehung Ruhmannsfelden hat die Regierung von Niederbayern das Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung eingeleitet.

Im Gebiet des Marktes Ruhmannsfelden und der Gemeinde Patersdorf soll die Bundesstraße 11 aus dem Ortsbereich von Ruhmannsfelden verlegt werden. Die Pläne werden im Markt Ruhmannsfelden und der Gemeinde Patersdorf, sowie wegen der Umsetzung ökologischer Kompensationsmaßnahmen auch in der Gemeinde Prackenbach öffentlich ausgelegt. Ort und Zeit der Auslegung werden öffentlich bekannt gegeben. Durch die öffentliche Auslegung wird den Bürgern und den beteiligten Fachstellen Gelegenheit gegeben, sich über die Planung zu informieren und Einwendungen zu erheben bzw. eine Stellungnahme abzugeben. Bei Bedarf findet anschließend ein Erörterungstermin statt.

Die B 11 ist die nördliche Verlängerung der Bundesautobahn A 92 München - Landshut - Deggendorf in den mittleren Bayerischen Wald und stellt dessen Haupterschließung dar. Sie verläuft von Deggendorf durch das Graflinger Tal nach Patersdorf und weiter von Regen über Zwiesel nach Bayerisch Eisenstein und zum Grenzübergang nach Tschechien. Aufgrund der zentralen Bedeutung für die ganze Region soll die B 11 von Deggendorf bis Patersdorf und darüber hinaus bis Zwiesel leistungsfähig und sicher ausgebaut werden. Die vorliegende Verlegung bei Ruhmannsfelden ist ein Bestandteil des seit Jahren verfolgten Ausbaukonzepts der B 11 Deggendorf - Bayerisch Eisenstein. Das Bauvorhaben ist im "Vordringlichen Bedarf" des geltenden Bundesverkehrswegeplans enthalten.

Mit dem Bauvorhaben will das Staatliche Bauamt Passau die Verkehrssicherheit und Verkehrsqualität beim Markt Ruhmannsfelden erhöhen und die Anwohner deutlich vom Verkehr entlasten. Die B 11 weist in diesem Bereich eine kurvenreiche und unübersichtliche Linienführung mit drei höhengleichen, gefährlichen Kreuzungen bzw. Einmündungen, sowie zahlreiche Grundstückszufahrten auf. Die Verkehrssicherheit ist hierdurch beeinträchtigt, wie auch die Zahl der Unfälle belegt. Die B 11 genügt hier nicht den Anforderungen an einen Straßenzug mit der Verkehrsbedeutung einer überregionalen Verbindung und entsprechend hohem Verkehrsaufkommen. Für das Jahr 2030 sind im vorgesehenen Ausbauabschnitt mehr als 13.000 Fahrzeuge pro Tag durchschnittliche Verkehrsmenge prognostiziert.

Das Bauvorhaben beginnt im Süden beim Ortsteil Stockerholz des Marktes Ruhmannsfelden und endet nach ca. 3,3 km nördlich des Ortsteiles Handling der Gemeinde Patersdorf. Der Ortsbereich von Ruhmannsfelden wird westlich in einem Bogen umgangen. Durch einen dritten Fahrstreifen wird in Richtung Deggendorf eine Überholmöglichkeit geschaffen. Höhengleiche Einmündungen und Zufahrten werden weitgehend beseitigt. Für die mit dem Ausbau verbundenen Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft sind landschaftspflegerische Ausgleichs- und Gestaltungsmaßnahmen vorgesehen.

Die Planunterlagen sind auch im Internet einsehbar http://www.regierung.niederbayern.bayern.de/aufgabenbereiche/3/planfeststellung_strassenrecht/neue_plafe/index.php. Maßgeblich ist der Inhalt der zur Einsichtnahme ausgelegten Unterlagen.

Pm17256Skizze Ortsumgehung Ruhmannsfelden. Foto: Regierung von Niederbayern