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Pressemitteilung 27/2017

18.01.2017 - 27/2017
Stadt Landshut / Bauwesen
13,4 Millionen Euro Wohnraumförderung für Niederbayern im Jahr 2016
Fördertopf 2017 noch besser gefüllt

Die Wohnraumförderung in Niederbayern kann wieder auf ein erfolgreiches Förderjahr zurückblicken: 13,4 Millionen Euro haben Bund, Land und Landesbodenkreditanstalt im Rahmen des Wohnungspakts Bayern für den Mietwohnungsbau im Jahr 2016 bereitgestellt und damit die Fördermittel im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt.

Zusammen mit den Mitteln der Wohnungsunternehmen, der Baugenossenschaften, der privaten Investoren und der Kommunen konnten damit Investitionen von über 30 Millionen Euro angestoßen werden, freute sich Regierungspräsident Rainer Haselbeck. „2017 wird der Fördertopf noch besser gefüllt sein. In Zeiten, in denen der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen auch in Niederbayern steigt, ist das ein wichtiges Signal“, so Haselbeck. Bezahlbarer Wohnraum habe eine überragende Bedeutung für das soziale Klima im Land.

Wohnungsunternehmen, Baugenossenschaften und private Investoren haben 2016 insgesamt 79 geförderte Wohnungen neu gebaut und umgebaut. Auch die Kommunen haben viele Projekte auf den Weg gebracht. So haben vier niederbayerische Städte und Gemeinden Förderzusagen für 55 Wohnungen   aus dem neuen „Kommunalen Wohnraumförderprogramm“ erhalten, das es seit Anfang 2016 gibt.

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Regierungspräsident Rainer Haselbeck und Doris Reuschl, Leiterin des Sachgebiets Wohnungswesen der Regierung, besprechen die Situation der Wohnraumförderung in Niederbayern. Foto: Regierung von Niederbayern

 

Ein gelungenes Beispiel für geförderten Wohnungsbau entsteht derzeit in der Stadt Landshut: ein Wohngebäude mit 15 Mietwohnungen in den Schönbrunner Wasen. Die Wohnungen des dreigeschossigen Gebäudes sind zwischen 51 und 73 Quadratmeter groß. Das Erdgeschoß ist barrierefrei erschlossen, ein Aufzug für die beiden oberen Geschosse ist nachrüstbar.

Für das Projekt mit Gesamtkosten von ca. 2,5 Millionen Euro hat die Regierung von Niederbayern im Rahmen des Wohnungspakts Bayern Baudarlehen und Zuschüsse aus Mitteln des Landes, des Bundes und der Landesbodenkreditanstalt bewilligt.

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Wohngebäude im Baugebiet Schönbrunner Wasen. Foto: Regierung von Niederbayern

 

Ein weiteres Projekt in der Stadt Landshut ist ein Wohngebäude mit fünf Wohnungen in der Danziger Straße, das der Verein Ans-Werk Landshut e.V. für sozial benachteiligte, lernbehinderte Jugendliche und Erwachsene baut.
Der Bau von preisgünstigen Wohnungen hat in Landshut und Umgebung besonders hohe Priorität, weil dort die Nachfrage sehr hoch ist. Deswegen will die Regierung diese Wohnungen vorrangig fördern.

Hintergrundinformationen Wohnungspakt Bayern

Das Bayerische Kabinett hat 2015 den Wohnungspakt Bayern ins Leben gerufen. Der Wohnungspakt ist eine Allianz der Staatsregierung mit den kommunalen Spitzenverbänden, den Kirchen, der Wohnungswirtschaft und weiteren Verantwortlichen für den Wohnungsbau. 28.000 neue staatlich finanzierte oder geförderte Mietwohnungen sollen dadurch bis 2019 entstehen. 2,6 Milliarden Euro werden seit 2016 bis 2019 bayernweit für ein staatliches Sofortprogramm, ein kommunales Förderprogramm und den Ausbau der staatlichen Wohnraumförderung bereitstehen.

1. Säule: Staatliches Sofortprogramm:

Als erste Säule des Wohnungspakts plant und baut der Staat in einem Sofortprogramm Wohnungen, überwiegend für anerkannte Flüchtlinge aber auch für andere einkommensschwache Haushalte. Bayernweit stehen 100 Millionen Euro für rund 550 kurzfristig zu schaffende Wohnungen zur Verfügung. Diese sollen mit reduziertem Wohn- und Baustandard sowie mit befristeter Standzeit auf staatlichen oder auch kommunalen Grundstücken entstehen.

2. Säule: Kommunales Förderprogramm:

150 Millionen Euro pro Jahr stehen bayernweit von 2016 bis 2019 für die zweite Säule zur Verfügung. Das kommunale Förderprogramm richtet sich an Gemeinden, auch in kommunaler Zusammenarbeit.

3. Säule: Ausbau der staatlichen Wohnraumförderung:

379,1 Millionen Euro standen allein 2016 für die dritte Säule des Wohnungspakts Bayern zur Verfügung mit dem Ziel, bayernweit 2.500 neue Mietwohnungen zu schaffen. In den Folgejahren soll sich diese Zahl jährlich um 500 Wohnungen erhöhen. Dazu werden auch die Mittel kontinuierlich bis auf 547,1 Millionen Euro im Jahr 2019 aufgestockt.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://www.regierung.niederbayern.bayern.de/aufgabenbereiche/3/wohnungswesen/index.php
Tel.: 08 71 / 8 08 01 oder per E-Mail: poststelle@reg-nb.bayern.de