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Pressemitteilung 300/2017

06.10.2017 - 300/2017
Landkreis Kelheim / Straßenbau
Regierung von Niederbayern leitet für den Bahnübergang Neustadt a. d. Donau im Zuge der Staatsstraße 2144 das Planfeststellungsverfahren ein

Die Regierung von Niederbayern hat auf Antrag des Staatlichen Bauamtes Landshut für die Beseitigung des Bahnübergangs bei Neustadt a. d. Donau durch den Neubau einer Überführung im Zuge der Staatsstraße 2144 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Die Planunterlagen können in den Städten Neustadt a. d. Donau und Abensberg sowie der Gemeinde Biburg (Verwaltungsgemeinschaft Siegenburg) eingesehen werden. Ort und Zeit der Auslegung werden dort öffentlich bekanntgemacht.

Die bestehende höhengleiche Kreuzung der Staatsstraße mit der Bahnlinie Regensburg   Ingolstadt entspricht hinsichtlich Verkehrssicherheit und Leistungsfähigkeit nur mehr bedingt den verkehrlichen Anforderungen. Die St 2144 hat eine Verkehrsbelastung von gut 6.000 Fahrzeugen am Tag. Sie ist im Landkreis Kelheim eine wichtige Ost-West-Verbindung und übernimmt Zubringerfunktion zur Bundesautobahn A 93 sowie zur Bundesstraße 15neu.

Am technisch gesicherten Bahnübergang der Bahnlinie Regensburg   Ingolstadt kommt es derzeit regelmäßig zu längeren Wartezeiten. Weil Bahnlinie und Staatsstraße nahe nebeneinander liegen, hat die Staatsstraße im Kreuzungsbereich eine sehr unstete Linienführung mit engen Radien und unzureichenden Sichtverhältnissen. Die Unfallauswertung zeigt in diesem Bereich eine Unfallhäufung, die Verkehrssicherheit ist dort stark beeinträchtigt.

Ziel des Vorhabens ist die deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Leistungsfähigkeit im Kreuzungsbereich zwischen Staatsstraße und Bahnlinie durch Auflassen des Bahnübergangs und Bau einer richtlinienkonform ausgestalteten Staatsstraßenüberführung.

Es ist die Verlegung der Kreuzungsstelle um etwa 300 m in Richtung Heiligenstadt mit Neutrassierung der Staatsstraße auf einer Länge von etwa 1 km erforderlich. Ein Bau der Überführung im Bereich der bestehenden Kreuzungsstelle kann wegen der problematischen verkehrsgerechten Anbindung der Gemeindeverbindungsstraße aus Richtung Heiligenstadt und der Eingriffe in das Landschaftsschutzgebiet Heiligenstädter Moos aber auch wegen dem notwendigen sehr großen und unverhältnismäßig teuren Brückenbauwerk nicht realisiert werden.

Da es sich beim Vorhaben um eine sogenannte "Eisenbahnkreuzungsmaßnahme" an einem bestehenden Bahnübergang nach § 3 Eisenbahnkreuzungsgesetz (EKrG) handelt, werden die Kosten des Vorhabens von rund 4,6 Millionen Euro vom Freistaat Bayern (Staatsstraße) und der Deutschen Bahn AG (Bahnlinie) je zu einem Drittel getragen. Das letzte Drittel übernimmt in diesen Fällen (§ 13 Abs. 1 EKrG) die Bundesrepublik Deutschland.

Die Planunterlagen sind auch im Internet einsehbar http://www.regierung.niederbayern.bayern.de/aufgabenbereiche/3/planfeststellung_strassenrecht/neue_plafe/index.php. Maßgeblich ist der Inhalt der zur Einsichtnahme ausgelegten Unterlagen.