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Pressemitteilung 5/2017

03.01.2017 - 5/2017
Landkreis Landshut / Städtebau
21 Millionen Euro Städtebauförderung für Niederbayern im Jahr 2016
Fördertopf 2017 noch besser gefüllt

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Die Bürger können nun das Wasserspiel
des Paradiesbaches erleben.
Foto: Maria Schiederer

Die Städtebauförderung in Niederbayern kann wieder auf ein erfolgreiches Förderjahr zurückblicken: Rund 21 Millionen Euro Städtebaufördermittel haben der Deutsche Bundestag und der Bayerische Landtag 2016 für die Städte und Gemeinden in Niederbayern bereitgestellt.

Zusammen mit den Mitteln der Kommunen konnten damit Projekte für rund 35 Millionen Euro umgesetzt werden, freut sich Regierungspräsident Rainer Haselbeck. "Mit dieser anhaltend hohen Mittelzuweisung unterstreichen Bund und Freistaat die Bedeutung, die sie den Städtebauförderungsprogrammen bei der notwendigen Umstrukturierung unserer Städte und Gemeinden und bei der Förderung der regionalen Wirtschaft beimessen", so Haselbeck.

Ein gelungenes Beispiel aus dem Landkreis Landshut ist die Renaturierung des Paradiesbachs in Gerzen. Der einst in einem maroden, tiefen, rechteckigen Betongerinne geführte und über weite Strecken verrohrte Bach war für die Bürger nicht zugänglich. Als der natürliche Rückhalt am Paradiesbach verbessert wurde, konnte im Zuge dessen auch das Ufer abgeflacht und erweitert werden   der Bach hat nun einen flachen Zugang. Weiter wurde die betonierte Bachsohle entfernt, das Bachbett mit Kiesbänken und Wasserbausteinen naturnah gestaltet und die Uferbereiche entsprechend bepflanzt. Der Bach lässt sich nun auch von der Lederergasse aus über Blockstufen aus Granit erreichen, die gleichzeitig als Sitzblöcke dienen und die Bürger zum Verweilen und Beobachten des Wasserlaufs einladen.

Die Kosten für die Renaturierung des Paradiesbaches betragen rund 1,71 Millionen Euro. Davon erhält die Gemeinde Gerzen einen Zuschuss aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm "Stadtumbau-West" in Höhe von rund 796.000 Euro.

"Der Städtebau-Fördertopf 2017 wird sogar noch besser gefüllt sein", kündigt Regierungspräsident Rainer Haselbeck an. Alle Gemeinden, die ein Städtebauförderungsprogramm in Anspruch nehmen, können mit einer zeitnahen Bezuschussung ihrer förderfähigen Projekte rechnen. So wird der Bund 2017 sein Engagement in der Städtebauförderung erheblich ausweiten. Der Freistaat Bayern wird jeden Euro, den der Bund mehr gibt, kofinanzieren. Die Programme "Stadtumbau-West" und insbesondere "Soziale Stadt" werden erheblich aufgestockt. Hinzu kommt das völlig neue Programm "Zukunft Stadtgrün", mit dem Städte und Gemeinden Schwerpunkte beim Klimaschutz und Grünflächen setzen können. Neu ist auch die Initiative "Integration im Quartier", mit der Städte und Gemeinden städtebauliche Planungen zur Integration umsetzen können. Weitere Informationen dazu wird die Oberste Baubehörde in nächster Zeit bekannt geben.