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Pressemitteilung 54/2017

31.01.2017 - 54/2017
Niederbayern / Wasserwirtschaft
Die Wasserwirtschaftsämter Landshut und Deggendorf stellen sich vor

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Foto: Regierung von Niederbayern

Der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Landshut, Johannes Schmuker (2. v. rechts), der Leiter des  Wasserwirtschaftsamtes Deggendorf, Michael Kühberger (2. v. links) und sein Stellvertreter und Bereichsleiter Hochwasserschutz Wolf-Dieter Rogowsky (links) haben sich gestern beim neuen Regierungspräsidenten Rainer Haselbeck vorgestellt.

Gemeinsam mit Martin Popp, dem Leiter des Sachgebietes Wasserwirtschaft an der Regierung von Niederbayern (rechts), tauschten sie sich über die umfangreiche Palette der wasserwirtschaftlichen Themen und anstehenden künftigen Aufgaben aus.

Besonderer Gegenstand des Gesprächs war die Belastung des Grundwassers mit Nitrat und Pflanzenschutzmitteln, z.B. in der Region Landshut und im Gäuboden. Hier sei es notwendig, die Landnutzung anzupassen und den Eintrag von Stickstoff in das Grundwasser deutlich zu verringern, betonten die Fachleute. Von dem Forschungsprojekt "Landwirtschaft und Grundwasserschutz", welches gerade im nördlichen Landkreis Landshut durchgeführt wird, erhofft man sich Impulse für eine Verbesserung der Grundwasserqualität vor Ort.

Ein weiterer Fokus des Gesprächs lag auf dem Hochwasserschutz. Die Verbesserung des Hochwasserschutzes an der Donau zwischen Straubing und Vilshofen erfolgt gemeinsam mit dem Ausbau der Donau für die Schifffahrt. Mit einem Gesamtvolumen von rund 900 Millionen Euro ist das Projekt eine der bemerkenswertesten wasserbaulichen Herausforderungen und eines der größten Infrastrukturvorhaben in Bayern.

Ein unmittelbar nach dem Hochwasser 2013 aufgelegtes Sofortprogramm zur Wiederherstellung und Verbesserung der Hochwasserschutzanlagen im Umfang von mehr als 60 Millionen Euro ist weitestgehend abgeschlossen. Der Schutz vor einem 100-jährlichen Hochwasser ist in Teilbereichen bereits in Bau, in anderen Abschnitten laufen Genehmigungsverfahren und Planungen.

An der Donau bei Straubing ist im Bereich der Öberauer Schleife zudem ein gesteuerter Flutpolder geplant, die Regierung hat hierzu 2013 das Raumordnungsverfahren durchgeführt und wird auf Antragstellung durch das WWA Deggendorf voraussichtlich in diesem Jahr das Planfeststellungsverfahren einleiten.

Nach den katastrophalen Sturzfluten im vergangenen Jahr, insbesondere im Landkreis Rottal-Inn, wird die Verbesserung des Hochwasserschutzes z.B. in Simbach am Inn einen weiteren Schwerpunkt der nächsten Jahre bilden.

"Der Staat unternimmt viel, um die Menschen vor Hochwasserkatastrophen zu schützen. Bei aller Anstrengung kann es jedoch keinen vollständigen Schutz geben. Daher appelliere ich an die Menschen in Niederbayern, gezielt die Möglichkeit einer Elementarschadenversicherung zu nutzen", ergänzte Regierungspräsident Haselbeck.