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Pressemitteilung 7/2017

03.01.2017 - 7/2017
Landkreis Rottal-Inn / Städtebau
21 Millionen Euro Städtebauförderung für Niederbayern im Jahr 2016
Fördertopf 2017 noch besser gefüllt

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Biedermeiertürmchen an der Süd-West-Ecke
der historischen Stadtmauer in Pfarrkirchen.
Foto: Sebastian Schels

Die Städtebauförderung in Niederbayern kann wieder auf ein erfolgreiches Förderjahr zurückblicken: Rund 21 Millionen Euro Städtebaufördermittel haben der Deutsche Bundestag und der Bayerische Landtag 2016 für die Städte und Gemeinden in Niederbayern bereitgestellt.

Zusammen mit den Mitteln der Kommunen konnten damit Projekte für rund 35 Millionen Euro umgesetzt werden, freut sich Regierungspräsident Rainer Haselbeck. "Mit dieser anhaltend hohen Mittelzuweisung unterstreichen Bund und Freistaat die Bedeutung, die sie den Städtebauförderungsprogrammen bei der notwendigen Umstrukturierung unserer Städte und Gemeinden und bei der Förderung der regionalen Wirtschaft beimessen", so Haselbeck.

Ein gelungenes Beispiel aus dem Landkreis Rottal-Inn ist die Sanierung des Turms an der Süd-West-Ecke der historischen Stadtmauer in Pfarrkirchen. Das aus dem Jahre 1870 stammende Baudenkmal war Teil der ehemaligen Klosteranlage Maria Ward im Bereich des heutigen Marienplatzes. Um den langsamen aber stetig fortschreitenden Verfall des Biedermeiertürmchens zu stoppen, hat sich die Stadt Pfarrkirchen dazu entschieden, das historische Bauwerk zu sanieren. Damit ist die Kunst- und Kulturszene in Pfarrkirchen wieder um ein Stück reicher. In Zukunft können interessierte Bürgerinnen und Bürger in dem zum Schmuckstück gewordenen Türmchen temporäre Kunst- und Kulturausstellungen betrachten.

Die Kosten für die Sanierung des Süd-West Turmes der historischen Stadtmauer betragen rund 148.000 Euro. Davon erhält die Stadt Pfarrkirchen einen Zuschuss aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt" in Höhe von 82.000 Euro.

"Der Städtebau-Fördertopf 2017 wird sogar noch besser gefüllt sein", kündigt Regierungspräsident Rainer Haselbeck an. Alle Gemeinden, die ein Städtebauförderungsprogramm in Anspruch nehmen, können mit einer zeitnahen Bezuschussung ihrer förderfähigen Projekte rechnen. So wird der Bund 2017 sein Engagement in der Städtebauförderung erheblich ausweiten. Der Freistaat Bayern wird jeden Euro, den der Bund mehr gibt, kofinanzieren. Die Programme "Stadtumbau-West" und insbesondere "Soziale Stadt" werden erheblich aufgestockt. Hinzu kommt das völlig neue Programm "Zukunft Stadtgrün", mit dem Städte und Gemeinden Schwerpunkte beim Klimaschutz und Grünflächen setzen können. Neu ist auch die Initiative "Integration im Quartier", mit der Städte und Gemeinden städtebauliche Planungen zur Integration umsetzen können. Weitere Informationen dazu wird die Oberste Baubehörde in nächster Zeit bekannt geben.