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Pressemitteilung 278/2018

02.11.2018 - 278/2018
Landkreis Rottal-Inn / Straßenbau
Ergänzende Anhörung für den Ausbau der B 388 zwischen Eggenfelden und Edhof durch die Regierung von Niederbayern

Aufgrund von Einwendungen im Anhörungsverfahren (öffentliche Auslegung 2008 und Erörterungstermin 2014) hat das Staatliche Bauamt Passau, Servicestelle Pfarrkirchen Planänderungen vorgenommen und beantragt. Die Regierung von Niederbayern führt deshalb eine ergänzende öffentliche Anhörung durch. Die Planänderungen beinhalten im Wesentlichen:

  • Die schalltechnische Berechnung wurde neu erstellt und die sich daraus ergebenden notwendigen Lärmschutzmaßnahmen entsprechend angepasst. Grundlage der Berechnung ist ein Verkehrsgutachten vom 12.10.2017. Die durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke für das Jahr 2030 wird mit 17.800 Fahrzeugen prognostiziert.
  • Die Gemeindeverbindungsstraße vom Bauanfang in Richtung Spanberg südlich der B 388 ist in einer Breite von 4,75 m (bisher 3,5 m bzw. 4,5 m) bituminös befestigt geplant. Von ca. Bau-km 0+360 bis ca. Bau-km 0+680 der B 388 wird die Straße neu am Böschungsfuß der Bundesstraße trassiert.
  • Die Kreisstraße PAN 20 erhält eine bituminös befestigte Breite von 6,5 m (bisher 5,5 m). Die Länge der Anpassung der Kreisstraße wird von ca. 730 m auf 550 m gekürzt.
  • Bauumfahrungen für die Bauausführung sind eingeplant.
  • Das Entwässerungskonzept wird von Versickerung auf Ableitung zu Vorflutern umgestellt. Zwei zusätzliche Regenrückhaltebecken sind vorgesehen.
  • Der bisher geplante Durchlass DN 1600 bei Bau-km 1+770 wird auf die Nennweite DN 1100 verkleinert. Parallel zum Brückwiesgraben wird auf Höhe von Bau-km 2+860 eine Entwässerungsleitung DN 600 bis zur Industriestraße hergestellt.
  • Die Spannweite der Brücke über die Bahnlinie Mühldorf-Passau (BW 1.1) wird auf ca. 102 m (Dreifeldbauwerk) vergrößert.
  • Die Gestaltung und der Verlauf des Geh- und Radweges bei Auhof werden geändert. Dabei werden zwei Brückenbauwerke vergrößert und als Stahlbetonbauwerke ausgeführt. Die bestehende Geh- und Radwegunterführung wird rückgebaut. Die Gemeindeverbindungsstraße Auhof-Edhof kann dann etwas abgerückt von Bebauung geführt werden.
  • Der ursprünglich entlang der Verbindungsspange Spanberg geplante Geh- und Radweg entfällt.
  • Das geplante Wellstahlrohrbauwerk für den Zellhuber Bach wird durch einen Stahlbetonrahmendurchlass ersetzt und der öffentliche Feld- und Waldweg in Verlängerung des Auwiesenweges wird nicht mit einem Stahlbetonrohr über den Hausleitner Bach geführt, sondern mittels eines Stahlbetonbauwerkes.
  • Die Ausweisung der Bundesstraße 388 zur Kraftfahrstraße wird im Verfahren nicht weiterverfolgt.
  • Nördlich der B 388 bei Auhof ist eine Auffüllung für anfallende Überschussmassen geplant. In diesem Bereich ist auch die Herstellung von PKW Stellplätzen geplant.
  • Die nordwestlich der Kreuzung B 388 / PAN 20 vorgesehene Treppenanlage wird nach Nordosten verschoben.
  • Die Stützmauer nordwestlich der Kreuzung B 388 / PAN 20 wird auf 3,25 erhöht und etwa um 25 m auf 145 m verlängert. Die Gemeindeverbindungsstraße Auhof-Edhof wird in diesem Bereich etwas nach Süden verschoben.
  • Bei Edhof wird südlich der B 388 von Bau-km 2+770 bis 2+890 zum Ausgleich des Höhenunterschiedes zum anstehenden Gelände eine etwa 120 m lange und 2,75 m hohe Stützmauer gebaut.
  • Wegen der südlich parallel zur Bahnlinie verlaufenden Gemeindeverbindungsstraße in Edhof muss ein Teil eines Garagengebäudes beseitigt werden.
  • Am Bauende bei Bau-km 2+985 ist auch südlich der Bundesstraße eine Bushaltebucht vorgesehen.
  • Zur Erschließung von angrenzenden Grundstücken ist von Bau-km 1+610 bis Bau-km 1+750 bei Spanberg südlich der Bundesstraße ein öffentlicher Feld- und Waldweg geplant.
  • Die Breite des Betriebsweges zur Bahnbrücke wird um 0,5 m auf 3 m erhöht.
  • Die Einmündung der GVS bei Spanberg in die Rackersbacher Straße wird um etwa 3 m nach Norden verschoben.
  • Der Geh- und Radweg in Hebertsfelden wird im Bereich zwischen neuer Bahnhofstraße und Bahnübergang nicht umgesetzt und das Seitenlicht Q IV wird entsprechend angepasst.
  • Die Bushaltebucht in Hebertsfelden bei Bau-km 0+025 li der Kreisstraße PAN 20 wird unmittelbar nach dem Unterführungsbauwerk verlegt.
  • Die landschaftspflegerische Begleitplanung wird entsprechend der geänderten Planung und die spezielle artenschutzrechtliche Prüfung der aktuellen Rechtslage angepasst.

Die geänderte Planung (Planunterlagen vom 20.12.2007 mit Deckblättern vom 01.03.2018) können bei der Stadt Eggenfelden und der Gemeinde Hebertsfelden eingesehen werden. Ort und Zeit der Auslegung werden dort rechtzeitig öffentlich bekannt gemacht. Durch die ergänzende öffentliche Auslegung wird den Bürgerinnen und Bürgern sowie den beteiligten Behörden und Fachstellen Gelegenheit gegeben, sich über die Planänderung zu informieren und Einwendungen zu erheben bzw. eine Stellungnahme abzugeben. Bei Bedarf findet anschließend ein Erörterungstermin statt.

Pm18278Skizze: Ausbau der B 388 zwischen Eggenfelden und Edhof. Foto: Regierung von Niederbayern