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Pressemitteilung 125/2019

04.04.2019 - 125/2019
Niederbayern / Verkehr
Rund 18 Millionen Euro für den öffentlichen Personennahverkehr in Niederbayern im Jahr 2018

Die Regierung von Niederbayern hat im Jahr 2018 Fördermittel in Höhe von insgesamt rund 18 Millionen Euro für die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs eingesetzt.
Dies entspricht einer Erhöhung der Gesamtfördersumme um 4,413 Millionen Euro im Vergleich zu dem Mitteleinsatz von 13,505 Millionen Euro im Jahr 2017.

"Der öffentliche Personennahverkehr ist ein Grundpfeiler der Infrastruktur und essentiell, damit die Menschen überall in Niederbayern gut leben können", sagt Regierungspräsident Rainer Haselbeck. Deswegen sei die ÖPNV-Förderung eine der wichtigsten Aufgaben der Regierung.

Mit 2,280 Millionen Euro wurde die Anschaffung von 33 neuen Linienbussen gefördert (2017: 2,103 Millionen Euro): davon 24 Niederflurbusse und 9 Hochflurbusse. Zwei dieser Busse wurden mit einem zusätzlichen Hybrid-Zusatzantrieb ausgerüstet.

8,738 Millionen Euro erhielten die niederbayerischen Busunternehmen als Ausgleich für die Mindereinnahmen durch den Verkauf von vergünstigten Zeitfahrausweisen an Schüler, Studenten und Auszubildende nach § 45 a PBefG.

Den niederbayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten konnten 2018 zur Aufrechterhaltung, Sicherung und Verbesserung des allgemeinen öffentlichen Personennahverkehrs insgesamt 4,851 Millionen Euro als sogenannte ÖPNV-Zuweisungen  zur Verfügung gestellt werden (2017: 3,681 Millionen Euro).

Zusätzlich wurden bedarfsorientierte Bedienformen im ländlichen Raum, insbesondere die in vielen Landkreisen angebotenen Rufbuslinien sowie landkreisübergreifende Expressbuslinien mit 1,127 Millionen Euro gefördert (2017: 0,495 Millionen Euro). Durch diese ergänzende Förderung soll ein Beitrag zur Sicherung gleichwertiger Lebensbedingungen in allen Landesteilen geleistet werden.

Darüber hinaus wurden die Falkensteinbusse im Landkreis Regen und die Igelbusse im Landkreis Freyung-Grafenau im Jahr 2018 mit einer Gesamtsumme von 186.000 Euro aus den Einnahmen der Nationalpark-Parkplätze finanziell unterstützt (2017: 171.000 Euro). Durch diese beiden Bussysteme, welche zentrale Säulen des öffentlichen Personennahverkehrs im Bereich des Nationalparks Bayerischer Wald bilden, wird der Individualverkehr am und im Nationalpark erheblich reduziert, was mit positiven Effekten für Natur und Umwelt verbunden ist.

Auch der erste in Deutschland eingesetzte autonom im öffentlichen Bereich fahrende Bus, der in Bad Birnbach (Lkr. Rottal-Inn) erprobt wird, wurde 2018 mit 300.000 Euro unterstützt.

Um das Umfeld des ÖPNV attraktiver zu gestalten, konnte die Regierung von Niederbayern im Jahr 2018 den Ausbau der ÖPNV-Infrastruktur mit 430.000 Euro aus Mitteln des BayGVFG und des FAG finanziell unterstützen (2017: 1,141 Millionen Euro). Gefördert wurde beispielsweise die Errichtung eines Zentralen Omnibusbahnhofs in Eichendorf (Lkr. Dingolfing-Landau), der Bau von Park- & Ride-Anlagen in Geisenhausen (Lkr. Landshut) und Landau a. d. Isar (Lkr. Dingolfing-Landau) sowie die Erweiterung eines Omnibusbetriebshofes. Auch der Bau mehrerer Buswartehäuschen konnte aus diesem Fördertopf unterstützt werden.

Pm19125Autonom fahrender Bus in Bad Birnbach. Foto: Markt Bad Birnbach