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Unterbringung der Asylbewerber

Derzeit leben in Niederbayern 7.357 Asylbewerber. Sie sind untergebracht in der Aufnahmeeinrichtung Deggendorf (mit Dependancen), Gemeinschaftsunterkünften und dezentralen Unterkünften. Hinzu kommen 831 unbegleitete minderjährige Ausländer (umA), die in speziellen Einrichtungen untergebracht sind.

Aufnahmeeinrichtung Deggendorf (AE DEG)

In der Aufnahmeeinrichtung Deggendorf mit ihren Dependancen sind derzeit 457 Personen untergebracht. Diese Zahl setzt sich wie folgt zusammen: In der AE selbst leben derzeit 243 Personen, in den Dependancen in Freyung und Osterhofen sind insgesamt 214 Asylbewerber untergebracht.

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Grafik 1: Herkunftsländer der Asylbewerber in der AE Deggendorf

Staatliche Gemeinschaftsunterkünfte/dezentrale Unterbringung

In der Anschlussunterbringung befinden sich derzeit rund 3.795 Personen in den insgesamt 47 staatlichen Gemeinschaftsunterkünften.

Im Rahmen der Direktzuweisung leben außerdem rund 3.105 Personen in dezentralen Unterkünften, die in Eigenverantwortung von den Landratsämtern bzw. kreisfreien Städten betrieben werden.

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Grafik 2: Unterbringung der Asylbewerber in Niederbayern.

Unterkünfte speziell für Frauen und Familien

In Passau, Mallersdorf und Obergangkofen gibt es derzeit staatliche Gemeinschaftsunterkünfte, die ausschließlich für allein reisende Frauen mit oder ohne Kinder bestimmt sind. Die Unterkünfte in Passau und Mallersdorf sind auf eine Kapazität von 16 bzw. 12 Personen ausgelegt. Die  Gemeinschaftsunterkunft in Kumhausen, Ortsteil Obergangkofen, verfügt über 92 Plätze speziell für Frauen und Kinder.

Bei Bedarf und sofern es die baulichen Gegebenheiten erlauben, werden allein reisende Frauen und Familien auch in anderen Gemeinschaftsunterkünften beispielsweise in einem Stockwerk oder einem eigenen Gebäudeteil separat untergebracht.

Allgemeines zur Unterbringung

Asylbewerber sind verpflichtet, zunächst für die Dauer von bis zu sechs Monaten (Asylbewerber aus sicheren Herkunftsstaaten gegebenenfalls auch bis zur Entscheidung des Bundesamtes bzw. bis zur Ausreise oder Abschiebung) in einer Aufnahmeeinrichtung zu verbringen, um für die ersten Verfahrensschritte nach dem Asylverfahrensgesetz jederzeit erreichbar zu sein. In Bayern bestehen unter anderem Aufnahmeeinrichtungen in München, Zirndorf, Schweinfurt, Deggendorf, Donauwörth, Regensburg und Bayreuth. Dabei handelt es sich um Aufnahmeeinrichtungen mit einer Außenstelle des Bundesamtes für Flüchtlinge und Migration (BAMF, http://www.bamf.de/DE/Startseite/startseite-node.html).

In Niederbayern hat die Aufnahmeeinrichtung Deggendorf am 2. Januar 2015 ihren Betrieb aufgenommen. Dieser sind derzeit drei Dependancen (in Freyung, Neuschönau und Osterhofen) und eine Notunterkunft angeschlossen.

Zunächst werden die Asylbewerber nach dem Königsteiner Schlüssel auf die Bundesländer verteilt. Danach entfallen auf den Freistaat Bayern etwa 15,5 % aller in Deutschland ankommenden Asylbewerber. Asylbewerber, die nicht mehr verpflichtet sind, in einer Aufnahmeeinrichtung zu wohnen, werden vom Landesbeauftragten in der Zentralen Erstaufnahmeeinrichtung in Zirndorf auf die Regierungsbezirke verteilt. Die Quote für Niederbayern beträgt 9,5%, bezogen auf alle in Bayern untergebrachten Asylbewerber.

Vorrangig ist die Regierung von Niederbayern für die Unterbringung der neuankommenden Asylbewerber zuständig. Sofern eine Unterbringung in den Gemeinschaftsunterkünften aufgrund fehlender Kapazitäten nicht möglich ist, erfolgt eine sogenannte Direktzuweisung an kreisfreie Städte und Landratsämter, die selbst Unterkünfte betreiben, nach den Vorgaben der Verordnung DVAsyl (http://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayDVAsyl).

Die Kosten der Unterbringungseinrichtungen trägt unabhängig von zentraler oder dezentraler Unterbringung der Freistaat Bayern.

Weitere allgemeine Informationen können auf der Internetseite des BAMF unter http://www.bamf.de/DE/Startseite/startseite-node.html abgerufen werden.