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Pressemitteilung 11/2019

08.01.2019 - 11/2019
Stadt Landshut / Städtebau
2018: 47 Millionen Euro für die Städtebauförderung in Niederbayern!

Mit fast 47 Millionen Euro Fördermitteln in allen Städtebauförderungsprogrammen haben Freistaat, Bund und EU den Städten und Gemeinden in Niederbayern im vergangenen Jahr erneut eine Rekordsumme zur Verfügung gestellt. Maßgeblich dafür verantwortlich waren die im Mai aufgelegten Förderinitiativen der Bayerischen Staatsregierung "Innen statt Außen" und "Flächenentsiegelung", für die der Freistaat zusätzliche rund 11 Millionen Euro nach Niederbayern gegeben hat. Damit ist ein starker Anreiz geschaffen, die Orts- und Stadtentwicklung noch konsequenter auf die Stadt- und Ortskerne zu konzentrieren, vorhandene Potentiale zu nutzen und damit letztlich auch weitere Flächenversiegelungen an den Ortsrändern zu reduzieren. "Besonders 'Innen statt Außen' ist für unsere niederbayerischen Kommunen sehr attraktiv, weil hier ein Fördersatz von bis zu 90 Prozent möglich ist", hebt Regierungspräsident Rainer Haselbeck hervor. "Damit können nun auch Projekte zur Beseitigung von Leerständen angepackt werden, bei denen man bisher wegen der hohen Belastungen für den Gemeindehaushalt zurückgeschreckt ist", so Haselbeck weiter.

Ein gelungenes Beispiel aus der Stadt Landshut ist der neue Geh- und Radweg im Nikolaviertel zwischen Siebenbrückenweg/Feuerbachstraße und Seligenthalerstraße mit Grünanlage.

Für den Geh- und Radweg wurde ein Grundstück verwendet, das Teil einer denkmalgeschützten landwirtschaftlichen Hofstelle war. Die erhaltenen Mauerreste eines abgebrannten Nebengebäudes erinnern an die ehemalige Nutzung und die ursprünglich landwirtschaftlich geprägte Struktur des Stadtteils Nikola. Die Grünfläche wurde mit Rücksicht auf die in den vergangenen Jahren entstandene Biotopfläche sehr naturnah gestaltet. Bänke am Rande der Grünfläche laden die Passanten zum Ausruhen ein.

Die Kosten für die Neugestaltung der Grünanlage und die Errichtung des Geh- und Radwegs betragen einschließlich Grunderwerb knapp 300.000 Euro. Davon erhält der Stadt Landshut einen Zuschuss aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt" in Höhe von rund 172.000 Euro.

Pm19011Mit dem „Hans-Rampfmoser-Weg“ entlang einer neu geschaffenen öffentlichen Grünanlage wurde das Geh- und Radwegenetz im Nikolaviertel um einen wichtigen Mosaikstein ergänzt. Foto: Stadt Landshut

Für 2019 hat die neue Regierungskoalition in München die Weiterführung der Förderinitiative "Innen statt Außen" vereinbart und auch der Bund beabsichtigt die Förderung auf hohem Niveau fortzusetzen. "Die besondere Herausforderung ist, trotz voller Auftragsbücher und einer angespannten Personalsituation in Bauwirtschaft und öffentlicher Verwaltung, die anstehenden Projekte zeitnah umzusetzen", betont Haselbeck. Die Regierung von Niederbayern werde jedenfalls nach Kräften dabei mitwirken, die Kommunen in gewohnter Weise zu beraten und zu unterstützen.

Pm19009 2Regierungspräsident Rainer Haselbeck (rechts) und Rolf-Peter Klar, Leiter des Sachgebietes Städtebau, Bauordnung der Regierung von Niederbayern, besprechen die Situation der Städtebauförderung in Niederbayern. Foto: Regierung von Niederbayern