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Pressemitteilung 25/2019

17.01.2019 - 25/2019
Stadt Passau / Bauwesen
Mehr bezahlbarer Wohnraum für Niederbayern
23,2 Millionen Euro Wohnraumförderung für Niederbayern im Jahr 2018

Die Wohnraumförderung bleibt in Schwung: 23,2 Millionen Euro haben Bund, Land und Landesbodenkreditanstalt im Rahmen der Bayerischen Förderprogramme für den Mietwohnungsbau im Jahr 2018 bereitgestellt. Die Regierung von Niederbayern konnte damit den Neubau, den Umbau und die Modernisierung von insgesamt 196 Mietwohnungen fördern.

"Bezahlbares Wohnen ist eine der ganz großen Herausforderungen unserer Zeit. Denn der soziale Friede hängt entscheidend davon ab, ob die Menschen angemessenen Wohnraum finden und sich diesen auch leisten können", sagt Regierungspräsident Rainer Haselbeck. Für ihn sei die Wohnraumförderung deswegen eine der wichtigsten Aufgaben der Regierung und es freue ihn sehr, dass diese in Niederbayern so gut angenommen werde. "Mit den verschiedenen Förderprogrammen des Freistaates können wir den Neubau, den Umbau und die Modernisierung von Mietwohnungen unterstützen, sodass auch Menschen mit geringerem Einkommen bezahlbare Wohnungen finden können. Mein Dank gilt dem Bayerischen Landtag, der die finanziellen Mittel dafür zur Verfügung stellt."
Nicht nur in Ballungsräumen haben weniger wohlhabende Familien oft erhebliche Probleme, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Die Förderprogramme sind deshalb auf die unterschiedlichen Lebens-bedingungen und Anforderungen in Stadt und Land angepasst. So sind sie für viele Bauherren attraktiv und für breite Bevölkerungsschichten nutzbar. Mit diesem Ziel wurden im Mai vergangenen Jahres die Einkommensgrenzen der bayerischen Wohnraumförderung angehoben. Für eine Familie mit einem Kind stieg beispielsweise die gesetzliche Einkommenshöchstgrenze auf ein Jahresbruttoeinkommen von rund 66.000 Euro.

Kommunales Wohnungsbauprogramm
Städte und Gemeinden haben seit 2016 die Möglichkeit, auf ein eigenes, attraktives, kommunales Förderprogramm zurückzugreifen. "Das Programm lässt eine große Vielfalt an Förderprojekten zu. Städte und Gemeinden können damit neue Wohnungen bauen, aber auch bereits vorhandenen Wohnungsbestand auf Vordermann bringen oder leerstehende Gebäude erwerben und in Wohnungen umwandeln", erläutert Haselbeck. Mit dem Programm könne zielgerichteter auf die individuelle Situation der Kommune eingegangen werden. Die Regierung von Niederbayern hat vergangenes Jahr Zuschüsse in Höhe von 1,7 Millionen Euro und Darlehen von knapp 2 Millionen Euro für insgesamt 30 kommunale Wohnungen bewilligt.

Neu- und Umbau von Mietwohnungen
Den größten Förderanteil hatte im vergangenen Jahr allerdings das staatliche Wohnungsbauprogramm. Mit 15 Millionen Euro konnte die Regierung von Niederbayern den Neubau von 122 Mietwohnungen unterstützen. Zinsverbilligte Darlehen und ein ergänzender Zuschuss von bis zu 300 Euro je Quadratmeter Wohnfläche schaffen attraktive Bedingungen für Bauherren. Dies spiegelt sich im großen Interesse privater Investoren. Neben kommunalen Wohnungsunternehmen und Baugenossenschaften spielen sie eine zunehmende Rolle bei der Errichtung geförderter Mietwohnungen.

Modernisierung von Mietwohnungen
Energetische Sanierung, Erneuerung von Bädern, Optimierung der Wohnungsgrundrisse oder der Anbau von Balkonen: Vermieter von Mehrfamilienhäusern können dafür finanzielle Unterstützung in Form von zinsgünstigen Darlehen und einem ergänzenden Zuschuss von bis zu 100 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche beantragen. Auf diesem Wege können sanierungsbedingte Mieterhöhungen reduziert, sozialverträglicher Wohnraum erhalten und verbessert werden. Im Rahmen des Programms hat die Regierung von Niederbayern 2018 für 44 Mietwohnungen 4,5 Millionen Euro bewilligt. Auch für die bessere Wohnqualität in einem Altenheim mit 81 Wohnplätzen ist knapp eine Million Euro geflossen.

Pm19025BU: Regierungspräsident Rainer Haselbeck und Doris Reuschl, Leiterin des Sachgebiets Wohnungswesen der Regierung, freuen sich, dass die Wohnraumförderung in Niederbayern gut läuft. Foto: Regierung von Niederbayern

 

Ein gelungenes Beispiel für geförderten Wohnungsbau in der Stadt Passau wird aktuell an der Unteren Schneckenbergstraße fertiggestellt. Als Ersatzbau für ein völlig überaltertes Gebäude, errichtet die Wohnungs- und Grundstücksgesellschaft Passau mbH ein Gebäude mit 17 Wohnungen für Mieter mit geringen Einkommen. Die Hanglage an der Unteren Schneckenbergstraße ermöglicht die Unterbringung eines Großteils der Stellplätze im Gebäude. Es wird ein breites Spektrum an Wohnungsgrößen angeboten. Besonderer Wert wurde auf die Optimierung der Grundrisse gelegt, sodass die Wohnfläche möglichst klein gehalten werden konnte und trotzdem sehr gut nutzbar bleibt. Die Wohnungen sind alle barrierefrei und über Aufzüge erschlossen, sodass sie auch gut für Personen mit eingeschränkter Mobilität geeignet sind. Zwei davon sind sogar uneingeschränkt mit dem Rollstuhl nutzbar.

Pm19025 1BU: Wohngebäude an der Unteren Schneckenbergstraße. Foto: Regierung von Niederbayern

Ebenfalls in der Stadt Passau baut die Wohnungsgenossenschaft Passau eG Wohnungen für Mieter mit geringen Einkommen. An Stelle eines Gemeinschaftshauses, das kaum mehr genutzt wurde, entsteht an der Johann-Riederer-Straße nun ein Ersatzbau mit fünf Wohnungen. Das Katholische Wohnbauwerk Passau modernisiert 20 Wohneinheiten an der Bischof-Landersdorfer-Straße. Mit Hilfe des Bayerischen Modernisierungs-programms entstehen jetzt preisgünstige Wohnungen mit angemessenem Wohnkomfort. Die Bürgerliche Heiliggeist-Stiftung Passau verbessert das Seniorenheim an der Heiliggeistgasse. Durch Umbau und Modernisierung entstehen jetzt 81 zeitgemäße Wohn- und Pflegeplätze.

Durch die im Jahr 2018 geförderten Projekte werden in der Stadt Passau Gesamtinvestitionen von rund 3,3 Millionen Euro angestoßen.