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Pressemitteilung 13/2020

02.01.2020 - 13/2020
Landkreis Dingolfing-Landau / Städtebau
Rekordjahr 2019: 55 Millionen Euro für die Städtebauförderung in Niederbayern!
Innenstädte und Ortskerne sollen weiter gestärkt werden

Rekordjahr in der niederbayerischen Städtebauförderung: 55 Millionen Euro konnten im Jahr 2019 ganz gezielt in die Stärkung der Innenstädte und Ortskerne investiert werden. Entsprechend zufrieden zeigte sich Regierungspräsident Rainer Haselbeck bei seiner traditionellen Jahresbilanz. Gleichzeitig rief er zu weiteren Anstrengungen auf. Haselbeck: „Das Zukunftsmotto heißt `Innen statt Außen`! Die Städtebauförderung ist das perfekte Instrument, um unsere Innenstädte attraktiv und lebenswert zu gestalten. Zugleich nehmen wir damit Siedlungsdruck von den Außenbereichen und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Landschaften.“ Schon in den vergangenen Jahren hatten sich EU, Bund und Freistaat großzügig gezeigt und den Städten und Gemeinden in Niederbayern große Investitionen in allen Städtebauförderungsprogrammen ermöglicht. Mit allein fast 38 Millionen Euro Fördermitteln aus den Kassen des Freistaats konnten die Rekordwerte der letzten Jahre nochmals erhöht werden. Viele Städte und Gemeinden haben die günstigen Rahmenbedingungen bereits genutzt und wichtige Projekte zur Stärkung ihrer Ortsmitten vorangebracht.

Ein gelungenes Beispiel der Städtebauförderung 2019 aus dem Landkreis Dingolfing-Landau ist die Neugestaltung des Mehrgenerationenparks in Landau an der Isar. Der Mehrgenerationenpark konnte durch den Erwerb einer rund 3000m² großen innerstädtischen Fläche durch die Stadt Landau realisiert werden. Somit entstand eine öffentliche Grünfläche, die alle Altersgruppen anspricht. Soweit möglich wurden die Wege barrierefrei umgestaltet, für Kinder wurden Spielmöglichkeiten geschaffen und an den Fitnessgeräten können sich sportlich Aktive aller Altersgruppen betätigen. Ausstattungen wie eine Bocciabahn, die Kneipp-Anlage und der sanierte Margareten-Brunnen erhöhen zudem die Aufenthaltsqualität. Des Weiteren wurden 14 öffentliche Parkplätze im angrenzenden Straßenraum ergänzt. Insgesamt ist damit ein multifunktionaler Park entstanden, der alle Bevölkerungsgruppen anspricht.     

Die Kosten für die Neugestaltung des Mehrgenerationenparks betragen rund 540.000 Euro. Davon erhält die Stadt Landau an der Isar einen Zuschuss aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ in Höhe von rund 284.000 Euro.

Pm20013BU: Der Mehrgenerationenpark - für Alt und Jung. Foto: Regierung von Niederbayern

 

Pm20012 20BU: Städtebauförderung in Niederbayern: Regierungspräsident Rainer Haselbeck (links) und Rolf-Peter Klar, Leiter des Sachgebietes Städtebau, Bauordnung der Regierung von Niederbayern, ziehen Bilanz. Foto: Regierung von Niederbayern

2020 wird sich in der Städtebauförderung Einiges ändern. Bund und Länder haben in langen Verhandlungen beschlossen, die zuletzt sieben Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramme in künftig nur noch drei Programme zusammenzuführen: „Lebendige Zentren, Sozialer Zusammenhalt sowie Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Für Maßnahmen des städtebaulichen Denkmalschutzes und für interkommunale Kooperationen soll es in allen neuen Programmen verbesserte Fördermöglichkeiten geben. Klimaschutz und Klimaanpassung sowie die Grünausstattung von Städten und Gemeinden erhalten einen besonderen Stellenwert. Städte und Gemeinden sowie vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Bewilligungsstelle der Regierung werden deshalb in nächster Zeit stark gefordert sein, neben der Weiterführung der Projekte diesen Übergang abzuwickeln. „Wir hoffen alle“, so der Regierungspräsident, „dass sich diese erneute Mehrbelastung für alle Beteiligten mittelfristig auszahlt, weil damit Förderkonditionen verbessert und durch weniger Programme generell der Verwaltungsaufwand reduziert werden kann.“