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Pressemitteilung 14/2020

02.01.2020 - 14/2020
Landkreis Freyung-Grafenau / Städtebau
Rekordjahr 2019: 55 Millionen Euro für die Städtebauförderung in Niederbayern!
Innenstädte und Ortskerne sollen weiter gestärkt werden

Rekordjahr in der niederbayerischen Städtebauförderung: 55 Millionen Euro konnten im Jahr 2019 ganz gezielt in die Stärkung der Innenstädte und Ortskerne investiert werden. Entsprechend zufrieden zeigte sich Regierungspräsident Rainer Haselbeck bei seiner traditionellen Jahresbilanz. Gleichzeitig rief er zu weiteren Anstrengungen auf. Haselbeck: „Das Zukunftsmotto heißt `Innen statt Außen`! Die Städtebauförderung ist das perfekte Instrument, um unsere Innenstädte attraktiv und lebenswert zu gestalten. Zugleich nehmen wir damit Siedlungsdruck von den Außenbereichen und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Landschaften.“ Schon in den vergangenen Jahren hatten sich EU, Bund und Freistaat großzügig gezeigt und den Städten und Gemeinden in Niederbayern große Investitionen in allen Städtebauförderungsprogrammen ermöglicht. Mit allein fast 38 Millionen Euro Fördermitteln aus den Kassen des Freistaats konnten die Rekordwerte der letzten Jahre nochmals erhöht werden. Viele Städte und Gemeinden haben die günstigen Rahmenbedingungen bereits genutzt und wichtige Projekte zur Stärkung ihrer Ortsmitten vorangebracht.

Ein gelungenes Beispiel der Städtebauförderung 2019 aus dem Landkreis Freyung-Grafenau ist die Umgestaltung des alten Sportplatzes in Hinterschmiding zur neuen „Schmidinger Mitte“. Vor fast 50 Jahren war mit dem Bau einer Garagenzeile hinter dem alten Schulhaus eine ebene Fläche geschaffen worden, die als Sport- und Festplatz genutzt wurde. Seitdem prägten Ballfanggitter, Flutlichtmasten und Garagen diese prominente Stelle. Mit der Verlagerung des Sportplatzes hat die Gemeinde nun die Chance genutzt, diesen zentralen Platz neu zu entwickeln. Nach Abbruch der Garagen und Absenken des Geländes ist hier auf „Augenhöhe“ mit der umgebenden vielfältigen Bebauung ein ebenso vielfältiges Angebot für alle Altersgruppen entstanden. Spielbereiche für Kinder, unterschiedliche Sitzmöglichkeiten und eine technische Ausstattung für Feste bieten alle Voraussetzungen dafür, dass sich hier ein lebendiger Mittelpunkt der Gemeinde etabliert. Alle Bereiche sind nun barrierefrei zugänglich.

Die förderfähigen Gesamtkosten für die Neugestaltung der „Schmidinger Mitte“ betragen rund 2,7 Millionen Euro. Davon erhält die Gemeinde Hinterschmiding einen Zuschuss aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm VII – Zukunft Stadtgrün und aus der bayerischen Förderinitiative „Innen statt Außen“ von insgesamt rund 2,1 Millionen Euro.

Pm20014 1BU: Neue Aufenthaltsangebote für alle Altersgruppen. Foto: Regierung von Niederbayern.

 

Pm20014 2BU: Multifunktionale Fläche für Festplatz- und Freizeitnutzung. Foto: Regierung von Niederbayern

 

Pm20012 20BU: Städtebauförderung in Niederbayern: Regierungspräsident Rainer Haselbeck (links) und Rolf-Peter Klar, Leiter des Sachgebietes Städtebau, Bauordnung der Regierung von Niederbayern, ziehen Bilanz. Foto: Regierung von Niederbayern

2020 wird sich in der Städtebauförderung Einiges ändern. Bund und Länder haben in langen Verhandlungen beschlossen, die zuletzt sieben Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramme in künftig nur noch drei Programme zusammenzuführen: „Lebendige Zentren, Sozialer Zusammenhalt sowie Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Für Maßnahmen des städtebaulichen Denkmalschutzes und für interkommunale Kooperationen soll es in allen neuen Programmen verbesserte Fördermöglichkeiten geben. Klimaschutz und Klimaanpassung sowie die Grünausstattung von Städten und Gemeinden erhalten einen besonderen Stellenwert. Städte und Gemeinden sowie vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Bewilligungsstelle der Regierung werden deshalb in nächster Zeit stark gefordert sein, neben der Weiterführung der Projekte diesen Übergang abzuwickeln. „Wir hoffen alle“, so der Regierungspräsident, „dass sich diese erneute Mehrbelastung für alle Beteiligten mittelfristig auszahlt, weil damit Förderkonditionen verbessert und durch weniger Programme generell der Verwaltungsaufwand reduziert werden kann.“