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Pressemitteilung 146/2020

10.06.2020 - 146/2020
Niederbayern / Wasserwirtschaft
Einladung an die Medien
Mit Brot Grundwasser schützen
Startschuss für die Initiative "Wasserschutzbrot Niederbayern" im Rahmen der "Aktion Grundwasserschutz der Regierung von Niederbayern"

Trinkwasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. In Bayern wird es hauptsächlich aus Grundwasser gewonnen. Grundwasser bedarf also des besonderen Schutzes. Genau hier setzt die Initiative "Wasserschutzbrot Niederbayern" an, die Regierungspräsident Rainer Haselbeck gemeinsam mit Bürgermeister Alfred Holzner von Rottenburg a.d. Laaber am

Donnerstag, 18. Juni 2020, um 10:00 Uhr,
beim Wasserzweckverband Rottenburger Gruppe,
Am Wasserwerk 1, 84056 Rottenburg a.d. Laaber, vorstellt.

Medienvertreter sind herzlichen eingeladen!

Wir bitten Sie, die aktuell geltenden Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.

Die Initiative "Wasserschutzbrot Niederbayern" verbindet auf besondere Weise Wasserversorger, Landwirte, Müller und Bäcker für den Grundwasserschutz in Niederbayern. Der Landwirt Franz Strixner, Rudolf Sagberger von den Sagberger Mühlen, die Bäckereien Bücherl und Wackerl aus Landshut, die Bäckerei Schleich aus Frontenhausen und die Bäckerei Hatzl aus Rottenburg a. d. Laaber und die beiden Wasserzweckverbände Rottenburger Gruppe und Mallersdorf-Pfaffenberg konnten als erste Partner für das Projekt "Wasserschutzbrot Niederbayern" im Rahmen der "Aktion Grundwasserschutz der Regierung von Niederbayern" gewonnen werden.
Das Wasserschutzbrot ist ein Ansatz, die Nitratbelastung des Grundwassers zu reduzieren. Beim Anbau von Getreide bringen Landwirte Stickstoffdünger in mehreren Gaben aus. Im Boden wird der Stickstoff zu Nitrat umgewandelt, das über das Grundwasser in die Trinkwasserbrunnen gelangen kann. Wenn beim Anbau des Backweizens auf die letzte Stickstoff-Gabe verzichtet wird, verringert sich das Risiko der Nitrat-Auswaschung in das Grundwasser. Ertragseinbußen können dem Landwirt vom örtlichen Wasserversorger ausgeglichen werden. Das grundwasserschonend angebaute Getreide wird in der Mühle getrennt vermahlen, separat gelagert und gelangt dann ausschließlich zu den an diesem Projekt beteiligten Bäckern. Da der Wasserschutz-Weizen durch den Wegfall der letzten Stickstoffdüngung einen geringeren Eiweißgehalt besitzt, ist das Mehl für die Bäcker aufwändiger zu verarbeiten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.wasserschutzbrot.de.