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Pressemitteilung 159/2020

02.07.2020 - 159/2020
Niederbayern / Bauwesen
Vorstellung des neuen Immobilienmarktberichts Niederbayern 2020

Der Vorsitzende des "Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Freistaat Bayern" (OGAA), Maximilian Karl, hat Regierungspräsident Rainer Haselbeck den neuen Immobilienmarktbericht Niederbayern 2020 vorgestellt. Dieser ist Teil des Immobilienmarktberichtes Bayern 2020, den Baustaatssekretär Klaus Holetschek vor Kurzem präsentiert hatte. Der Umsatz aller Immobilien und Grundstücke im Regierungsbezirk wächst weiter und betrug nach rund 3,4 Milliarden Euro im Jahr 2018 zuletzt über 3,6 Milliarden Euro. Die Kurve des deutlichen Anstiegs der letzten Jahre hat sich allerdings etwas abgeflacht.

Haselbeck betonte die Bedeutung des Berichts, der einen Überblick über Umsatzzahlen, Preisniveaus und Trends im Regierungsbezirk ermöglicht. "Für Politik, Verwaltung und Wirtschaft ist es wichtig, den Immobilienmarkt objektiv zu beleuchten. In Zeiten, in denen die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum das Angebot übersteigt, schafft der Immobilienmarktbericht die notwendige Transparenz. Vor allem für das Ziel einer guten Balance zwischen Ballungsräumen und ländlichen Regionen bietet er ganz entscheidende Grundlagen."

Wie im gesamten Freistaat setzte sich auch in Niederbayern der Trend der letzten Jahre fort, dass die Verkaufszahlen von unbebautem Bauland trotz steigender Umsätze stagnieren. So wurden im vergangenen Jahr im Regierungsbezirk insgesamt 3.388 unbebaute Grundstücke mit einem Umsatz von 475 Millionen Euro veräußert. Die Baulandpreise bewegen sich von durchschnittlich 52 Euro im Landkreis Straubing-Bogen bis zu 600 Euro in der Stadt Landshut. Insgesamt wurden im Jahr 2019 niederbayernweit 17.029 Immobilientransaktionen registriert. Dabei wurden 4.746 ha Fläche bei einem Umsatzvolumen von 3,64 Milliarden Euro umgesetzt. Gebrauchte Einfamilienhäuser haben 2019 in der Stadt Landshut durchschnittlich 545.000 Euro gekostet, im Landkreis Freyung-Grafenau durchschnittlich 190.000 Euro. Das Ackerlandpreisniveau ist nach Oberbayern (Schnitt 10,8 Euro pro m²) mit im Schnitt 8,0 Euro pro m² am zweithöchsten in Bayern.

Pm20159(von links): Regierungspräsident Rainer Haselbeck und Maximilian Karl, Vorsitzender des "Oberen Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Freistaat Bayern". Foto: Katharina Kellnberger, Regierung von Niederbayern