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Pressemitteilung 16/2020

02.01.2020 - 16/2020
Landkreis Landshut / Städtebau
Rekordjahr 2019: 55 Millionen Euro für die Städtebauförderung in Niederbayern!
Innenstädte und Ortskerne sollen weiter gestärkt werden

Rekordjahr in der niederbayerischen Städtebauförderung: 55 Millionen Euro konnten im Jahr 2019 ganz gezielt in die Stärkung der Innenstädte und Ortskerne investiert werden. Entsprechend zufrieden zeigte sich Regierungspräsident Rainer Haselbeck bei seiner traditionellen Jahresbilanz. Gleichzeitig rief er zu weiteren Anstrengungen auf. Haselbeck: „Das Zukunftsmotto heißt `Innen statt Außen`! Die Städtebauförderung ist das perfekte Instrument, um unsere Innenstädte attraktiv und lebenswert zu gestalten. Zugleich nehmen wir damit Siedlungsdruck von den Außenbereichen und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Landschaften.“ Schon in den vergangenen Jahren hatten sich EU, Bund und Freistaat großzügig gezeigt und den Städten und Gemeinden in Niederbayern große Investitionen in allen Städtebauförderungsprogrammen ermöglicht. Mit allein fast 38 Millionen Euro Fördermitteln aus den Kassen des Freistaats konnten die Rekordwerte der letzten Jahre nochmals erhöht werden. Viele Städte und Gemeinden haben die günstigen Rahmenbedingungen bereits genutzt und wichtige Projekte zur Stärkung ihrer Ortsmitten vorangebracht.

Ein gelungenes Beispiel der Städtebauförderung 2019 aus dem Landkreis Landshut ist die die Neugestaltung des Kirchplatzes in Geisenhausen. Der durch das Bürgerhaus (ehemalige Knabenschule), die spätgotische Kirche und den Biergarten der Brauereigenossenschaft geprägte Kirchplatz wurde vor der Umbaumaßnahme hauptsächlich als Parkplatz genutzt. Der neue Natursteinbelag und ein langer Wassertisch als zentrales Element am Platz lassen einen zusammengehörigen, urbanen öffentlichen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen. Der Wassertisch teilt den Platz in einen geschützten Aufenthaltsbereich und in einen Bereich, der als Parkraum genutzt werden kann. Angelagert an das Bürgerhaus wird ein ruhiger Rückzugsraum als Lesegarten ohne Konsumpflicht angeboten. Der klassische Biergarten im Schatten der Bäume trägt mit seinen Spielmöglichkeiten für alle Altersgruppen zur Stärkung des sozialen Zusammenlebens bei.

Die Gesamtkosten für die Neugestaltung des Kirchplatzes in Geisenhausen betragen rund 2,8 Millionen Euro. Davon erhält der Markt Geisenhausen einen Zuschuss aus dem Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm IV – Aktive Stadt- und Ortsteilzentren - und der Bayerischen Förderinitiative „Innen statt Außen“ von insgesamt rund 2.1 Millionen Euro.

Pm20016BU: Pflasterarbeiten am neuen Kirchplatz. Der Platzbereich östlich des langen Wassertisches kann künftig als Parkraum genutzt werden. Foto: Markt Geisenhausen

 

Pm20012 20BU: Städtebauförderung in Niederbayern: Regierungspräsident Rainer Haselbeck (links) und Rolf-Peter Klar, Leiter des Sachgebietes Städtebau, Bauordnung der Regierung von Niederbayern, ziehen Bilanz. Foto: Regierung von Niederbayern

2020 wird sich in der Städtebauförderung Einiges ändern. Bund und Länder haben in langen Verhandlungen beschlossen, die zuletzt sieben Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramme in künftig nur noch drei Programme zusammenzuführen: „Lebendige Zentren, Sozialer Zusammenhalt sowie Wachstum und nachhaltige Erneuerung“. Für Maßnahmen des städtebaulichen Denkmalschutzes und für interkommunale Kooperationen soll es in allen neuen Programmen verbesserte Fördermöglichkeiten geben. Klimaschutz und Klimaanpassung sowie die Grünausstattung von Städten und Gemeinden erhalten einen besonderen Stellenwert. Städte und Gemeinden sowie vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Bewilligungsstelle der Regierung werden deshalb in nächster Zeit stark gefordert sein, neben der Weiterführung der Projekte diesen Übergang abzuwickeln. „Wir hoffen alle“, so der Regierungspräsident, „dass sich diese erneute Mehrbelastung für alle Beteiligten mittelfristig auszahlt, weil damit Förderkonditionen verbessert und durch weniger Programme generell der Verwaltungsaufwand reduziert werden kann.“