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Pressemitteilung 30/2020

16.01.2020 - 30/2020
Landkreis Deggendorf / Bauwesen
Mehr bezahlbarer Wohnraum im Landkreis Deggendorf
48 Millionen für den geförderten Wohnungsbau im Jahr 2019 für Niederbayern

Die niederbayerische Wohnraumförderung befindet sich auf Rekordkurs: Mit 48,4 Millionen Euro haben Bund, Land und die Landesbodenkreditanstalt im vergangenen Jahr die Mittel für den Mietwohnungsbau in Niederbayern mehr als verdoppelt. Insgesamt werden damit 267 Mietwohnungen neu geschaffen und 90 Pflegeplätze sowie sechs Wohnungen modernisiert.

Entsprechend zufrieden zeigte sich Regierungspräsident Rainer Haselbeck bei seiner Jahresbilanz: „Geförderter Wohnraum soll auch der Mitte der Gesellschaft zugutekommen. Deshalb liegt die Grenze für den Einzug in eine geförderte Wohnung sogar über dem Durchschnittseinkommen. Für eine Familie mit einem Kind beträgt sie beispielsweise bis zu 66.000 Euro Jahresbruttoeinkommen.“ Haselbeck betont in diesem Zusammenhang: „Uns ist es ein großes Anliegen, dass die Wohnraumförderung des Freistaats den Bedürfnissen möglichst vieler Menschen gerecht wird. Seien es Beschäftigte, die Wohnraum in der Nähe ihrer Arbeitsstätte brauchen, Rentnerinnen und Rentner, die auch nach einem Umzug in ihrer gewohnten Umgebung bleiben möchten, oder junge Leute, die nicht in die Stadt, sondern auf dem Land bleiben möchten. Deshalb hat die Regierung von Niederbayern auch 2019 nicht nur Wohnprojekte in großen Städten wie Landshut, Passau und Straubing gefördert, sondern auch in kleineren Städten und Gemeinden.“

Pm20030 39BU: Wohnraumförderung in Niederbayern: Regierungspräsident Rainer Haselbeck und Doris Reuschl, Leiterin des Sachgebiets Wohnungswesen der Regierung von Niederbayern, ziehen Bilanz. Foto: Lisa Hölzl, Regierung von Niederbayern

 

Kommunales Wohnungsbauprogramm
Groß war 2019 die Nachfrage der Städte und Gemeinden nach dem eigens für sie entwickelten Förderprogramm. Neun niederbayerische Kommunen errichten 93 neue Wohnungen, zusätzlich werden sechs bestehende modernisiert. Insgesamt nehmen sie dafür 7,5 Millionen Euro als Zuschüsse und 9,8 Millionen Euro als Darlehen in Anspruch und lösen damit Investitionen in Höhe von knapp 20 Millionen Euro aus.

Neu- und Umbau von Mietwohnungen
21,9 Millionen Euro wurden im Rahmen der „klassischen“ staatlichen Wohnraumförderung für 174 Wohnungen als Darlehen und Zuschüsse bewilligt. Damit werden Investitionen in Höhe von 37,9 Millionen Euro angestoßen. Für dieses Förderprogramm können auch im Jahr 2020 wieder Wohnungsbaugenossenschaften, städtische Wohnungsbaugesellschaften, kirchliche Institutionen, aber auch private und andere Investoren einen Antrag stellen. Die Förderung steht grundsätzlich auch Unternehmen offen, die Wohnraum für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schaffen wollen.

Modernisierung von Mietwohnungen und Pflegeplätzen
Mithilfe des Bayerischen Modernisierungsprogramms können Eigentümer Fördermittel zum Beispiel für die energetische Sanierung, die Erneuerung von Bädern, die Optimierung der Wohnungsgrundrisse oder den Anbau von Balkonen erhalten. „Hier liegt viel Potenzial, das noch nicht voll ausgeschöpft wurde. Wenn in diesem Bereich mehr Anstrengungen unternommen werden, kann noch mehr Wohnraum geschaffen werden, der den energetischen und baulichen Anforderungen unserer Zeit entspricht“, regt Haselbeck an.
Neben Mietwohnungen können auch Altenheime mithilfe des bayerischen Modernisierungsprogramms auf den neuesten Stand gebracht werden. So bewilligte die Regierung von Niederbayern für eine bessere Wohnqualität von 90 Pflegeplätzen in Straubing knapp 9 Millionen Euro.

Ein gelungenes Beispiel für geförderten Wohnraum entsteht zurzeit im Landkreis Deggendorf in Hengersberg. Ein privater Bauherr baut ein Gebäude mit sechs Wohneinheiten und attraktiven Freiflächen. Die Regierung von Niederbayern bewilligte für das Projekt ein zinsverbilligtes Darlehen von 586.500 Euro und einen Zuschuss von 118.600 Euro in der einkommensorientierten Förderung (EOF) des Freistaat Bayern.

Pm20030BU: In Hengersberg entsteht ein Wohnhaus mit sechs Wohnungen. Foto: Johanna Stoewer, Regierung von Niederbayern